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Einsatz auf Weihnachtsmarkt : Freiwillige Polizeihelfer auf Streife

Mehr Sicherheit: Offenbach setzt auf zivile Helfer. Bild: Anna Jockisch

Das Sicherheitsgefühl in Offenbach soll steigen. Deswegen setzt die Stand neuerdings wieder auf zivile Unterstützung.

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          In der Stadt Offenbach sind neuerdings vier freiwillige Polizeihelfer im Einsatz. Sie sind zwischen 21 und 35 Jahre alt. Vor zwei Jahren hatten die Stadtverordneten beschlossen, diesen freiwilligen Polizeidienst wieder einzuführen. Im Juli unterzeichneten schließlich das Land Hessen und die Stadt Offenbach einen Kooperationsvertrag.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Im Zuge eines Pilotprojekts hatte Offenbach schon zwischen 2000 und 2004 als eine von vier hessischen Kommunen einen solchen freiwilligen Polizeidienst eingerichtet. Mit der Wiedereinführung reagiere Offenbach auf das starke Bevölkerungswachstum, heißt es nun zur Begründung der Wiedereinführung: „Gemeinsam mit der Landespolizei wollen wir mit dem freiwilligen Polizeidienst einen zusätzlichen Beitrag zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bewohnerinnen und Bewohnern leisten“, erläutert Ordnungsdezernent Peter Freier (CDU) den Entschluss.

          Unterstützung der Polizei

          Zu den Aufgaben der Polizeihelfer zählt das Melden von illegal abgeladenem Müll, die Unterstützung des Streifendienstes der Polizei, die gelegentliche Verkehrsüberwachung und auch die Unterstützung des polizeilichen Ermittlungsdienstes. Die Helfer sollen auch Gebäude und öffentliche Anlagen schützen und Ordnungswidrigkeiten melden. Vor allem aber verspricht man sich von der Präsenz uniformierter Frauen und Männer, dass so Straftaten von vornherein verhindert werden. Grundlage des Einsatzes ist den Angaben zufolge das Gesetz für die aktive Bürgerbeteiligung zur Stärkung der Inneren Sicherheit (Hessisches Freiwilligen-Polizeidienst-Gesetz).

          Die Aufgabe der Polizeihelfer wird sich den Angaben zufolge in der Regel darauf beschränken, die Landes- oder Stadtpolizei bei Veranstaltungen zu unterstützen. Sie sind dabei auch befugt, den Straßenverkehr zu regeln. Das darf beispielsweise gewöhnliches Wachpersonal nicht.

          Die Polizeihelfer sollen so etwa bei Großveranstaltungen im öffentlichen Raum wie Stadtläufen oder Faschingsumzügen Hilfe leisten.

          Bekämpfung von Straftaten

          Was die Bekämpfung von Straftaten betrifft, werden die Polizeihelfer Bürger vor allem beraten. Etwa wenn es um Delikte wie Taschendiebstahl, Fahrraddiebstahl und Sachbeschädigung gehe, heißt es weiter.

          Den Einsatz der Polizeihelfer will die Stadt Freier zufolge auch auf der Basis von Informationen von Polizei und Stadtverwaltung, aber auch auf der Basis von Erkenntnissen der Quartiersmanagementbüros planen. Ihr erster Einsatzort wird der Weihnachtsmarkt in der Offenbacher Fußgängerzone sein.

          Geplant ist, die Anzahl der Polizeihelfer auf bis zu 20 zu erhöhen. Im ersten Anlauf hat die Stadt allerdings unter den neun Bewerbern nur vier ausmachen können, die die Anforderungen erfüllt haben. Denn in den freiwilligen Polizeidienst kann nur aufgenommen werden, wer fit genug ist, einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann und wer die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrscht. Das Mindestalter beträgt 18, das Höchstalter 65 Jahre.

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