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Freiburger für Frankfurt : Streich bestätigt: Flum geht zur Eintracht

Hier noch im Trikot des SC Freiburg: Johannes Flum (links). Bild: REUTERS

Nach Offensivkraft Rosenthal kommt der nächste neue Mittelfeldmann aus Freiburg für Eintracht-Trainer Veh: Johannes Flum wechselt an den Main, das steht nun fest.

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          Von Freiburg nach Frankfurt. Jan Rosenthal kennt diesen Weg. Johannes Flum wird der Nächste sein, der sich aus dem Breisgau verabschiedet, um vom Sommer an sein sportliches Glück in Hessen bei der Eintracht zu suchen. Christian Streich, der Trainer des Fußball-Bundesligaklubs SC Freiburg, hat den Wechsel gerade bestätigt. „Er hatte eine super Zeit in Freiburg und will bei der Eintracht nun eine neue Herausforderung annehmen und sich beweisen. Auch  andere Komponenten haben noch eine Rolle gespielt, aber das ist legitim.“ Der Freiburger Trainer spielte auch auf die größeren Verdienstmöglichkeiten am Main an.

          Streich hatte sich vor kurzem noch darüber beklagt, dass seine Spieler „wie auf dem Viehmarkt“ zu Objekten der Begierde geworden seien. Streichs „Problem“: Der Fluch der guten Tat. Der Sportclub spielt in dieser Saison so gut Fußball wie lange nicht mehr - und macht damit bei der erstklassigen Konkurrenz nachhaltig auf sich aufmerksam. Bruno Hübner ist einer der Manager, die schon länger ein Auge auf die erstaunliche Entwicklung des SC Freiburg geworfen - und gehandelt haben. Nach dem 27 Jahre alten Mittelfeldspieler Rosenthal wird Flum, 25 Jahre alt und gleichfalls in der Zone zwischen Abwehr und Angriff variabel einsetzbar, der zweite Freiburger sein, der sich den Frankfurtern anschließt. Vermutlich ebenfalls für die kommenden drei Jahre, wie dies schon Rosenthal gemacht hat.

          Veh drängt

          „Es ist noch nichts fix“, sagte Sportdirektor Hübner noch am Mittwoch. „Wir dementieren aber auch nichts.“ Soll heißen: Flum steht unmittelbar davor, ein Frankfurter zu werden. Und damit der gebürtige Waldshuter auch wirklich ein Eintracht-Profi wird, müssen die Hessen den Freiburgern eine festgeschriebene Ablösesumme von 2,2 Millionen Euro überweisen. Geld, das der Klub auch deshalb zur Verfügung hat, weil Trainer Armin Veh darauf gedrängt und es zur Bedingung für seine vor Wochen vollzogene Vertragsverlängerung gemacht hatte. Der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG hat die Tür „einen Spalt breit aufgemacht“, wie es Vorstandschef Heribert Bruchhagen bezeichnete. Zwischen sechs und acht Millionen Euro sollen dem Vernehmen nach zur Verfügung stehen, um den aktuellen Tabellensechsten mit neuem Personal neu aufzustellen, auszurichten und für die Zukunft fit zu machen.

          Um für die Gegenwart gerüstet zu sein und beim Nachbarschaftsduell am Sonntag bei Mainz 05 mit der möglichst besten Mannschaft anzutreten, hat sich Alexander Meier wieder in fast alter Schaffenskraft im Trainingsalltag präsentiert. Am Mittwoch war der erfolgreichste Eintracht-Torschütze von Anfang bis Ende dabei und durfte sich einer besonderen Wertschätzung erfreuen. Gemeinsam mit dem zuletzt gegen Schalke so stark aufspielenden Marc Stendera spielte Meier variabel und befreit von Zweikampfaufgaben in beiden Trainingsteams. Sein Comeback am Sonntag (15.30 Uhr) gilt als ebenso wahrscheinlich wie die Rückversetzung von Marco Russ auf den gelernten Innenverteidigerposten. Dort ist wegen der Gelb-Sperre von Carlos Zambrano ein Platz an der Seite von Bamba Anderson frei geworden. Zudem darf damit gerechnet werden, dass Bastian Oczipka eine schöpferische (Anfangs-)Pause erhält und der Ivorer Constant Djakpa den Part des linken Außenverteidigers übernimmt. Doch Veh hat Zeit. Bis Sonntag kann noch viel passieren - und Flum einen Vertrag bei der Eintracht unterzeichnen.

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