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Frankfurter Flughafen : Fraport: Terminal 3 von 2021 an notwendig

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Simuliert: Die beiden Finger in der Mitte (dunkle Gebäudeteile) sollen laut Plan auf dem Flughafen in Frankfurt am Main neu gebaut werden. Bild: dpa

Manche Politiker und Fluglärmgegner zweifeln den Sinn des geplanten Terminal 3 in Frankfurt an. Fraport will aber das Terminal 2021 in Betrieb nehmen - spätestens. Der Bau müsse 2015 begonnen werden, meint ein Wirtschaftsverband.

          Der Frankfurter Flughafen muss nach Einschätzung der Betreibergesellschaft Fraport spätestens im Jahr 2021 ein drittes Passagierterminal in Betrieb nehmen. Auf der Grundlage zweier neuer Gutachten sei zu diesem Zeitpunkt am größten deutschen Drehkreuz mit einem Aufkommen von jährlich 68 bis 73 Millionen Passagieren zu rechnen, erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte.

          Das sei mit den Kapazitäten der vorhandenen beiden Terminals nicht mehr in ausreichender Qualität zu bewältigen. Für 2014 erwartet der Flughafen fast 60 Millionen Passagiere. Als erstes würden Engpässe bei den Passagier-Sicherheitskontrollen auftreten, sagte Schulte.

          Belegschaft fordert neues Terminal

          Die Notwendigkeit des Neubaus ist in der Region umstritten. Fraport besitzt aber bereits Baurecht für das neue Gebäude, das Investitionen von bis zu 3 Milliarden Euro auslösen soll.

          Wie die Betriebsräte von Fraport mitteilen, hat sich die Belegschaft in einer Betriebsversammlung umgehend einhellig zum Ausbau und somit zum Bau des Terminal 3 bekannt. „Hiermit verbunden ist die Erwartung, dass mit der Einschätzung der positiven künftigen Verkehrsentwicklung auch die Sicherung der bestehenden und ein Zuwachs von weiteren Arbeitsplätzen im gesamten Konzern verbunden ist.“

          VhU: Wer A sagt, muss auch B sagen

          Unterstützung erfährt Fraport von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Die hessische Wirtschaft sehe sich durch die vorgelegten Wachstums- und Bedarfsprognosen darin bestätigt, dass der Bau des Terminals 3 gebraucht werde. „Zum Flughafenausbau gehört eine vernünftige Abwicklung der wachsenden Anzahl von Passagieren und Frachtmengen durch das neue Terminal 3. Eine neue Landebahn ohne entsprechende Abwicklungskapazität, die das steigende Passagier- und Frachtaufkommen auf internationalem Niveau auffängt, wäre Unsinn. Wer A sagt, muss auch B sagen“, meint VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender.

          Der Frankfurter Flughafen habe im internationalen Vergleich derzeit deutliche Einschränkungen, die Flugzeuge, insbesondere die moderneren und leiseren Großflugzeuge, direkt anzudocken. Die Vorfeldabwicklung sei schon jetzt zu hoch und werde solange ansteigen, bis das Terminal 3 einsatzbereit sei. Bei einer Bauzeit von sechs Jahren müsse 2015 begonnen werden, um es 2021 fertiggestellt zu haben.

          „Bedarfsprüfung erforderlich“

          Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) beharrt im Interview mit der Rhein-Main-Zeitung darauf, dass der Bedarf für Terminal 3 noch nicht nachgewiesen sei. Zu dem neuen Fraport-Vorstoß lässt er wissen: „Die Unterlagen zur Bedarfsprüfung von Terminal 3 hat Fraport er wissen jetzt der Staatskanzlei und dem Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium übergeben. Die Position der Koalitionspartner ist bekannt: Aufgrund der vorhandenen Sorgen über die Auswirkungen des geplanten Baus eines dritten Terminals auf die Rhein-Main-Region sowie des hohen Investitionsvolumens und der damit verbundenen Herausforderung halten wir eine Bedarfsprüfung für erforderlich.“

          Dabei gehe es um die Plausibilität der ökonomischen Fragen, beispielsweise ob es andere, sinnvolle Alternativen zum Bau eines neuen Terminals gebe. Dahingehend würden die Unterlagen jetzt geprüft und bewertet. „Diese Prüfung ist ergebnisoffen.“

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