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Nachwuchshoffnungen : Frankfurts Zoo-Löwen sollen mehr Platz bekommen

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Zweisamkeit: Löwin „Zarina“ und Löwe „Kumar“ m Frankfurter Zoo Bild: dpa

Im Löwengehege des Frankfurter Zoos zeigt sich das vor mehreren Wochen zugezogene Männchen „Kumar“ schon demonstrativ fauchend als Chef. Der Zoo hofft auf eine größere Außenanlage - und auch auf sanftpfotigen Löwennachwuchs

          „Macht Platz für den König“ - so heißt eine Spendenkampagne für den Umbau der Löwenanlage, die der Frankfurter Zoo am Montag gestartet hat. Der erst seit kurzem in Frankfurt lebende asiatische Löwe „Kumar“ und seine Gefährtin „Zarina“ sollen eine auf 930 Quadratmeter vergrößerte Außenanlage erhalten, die auch den neuen Haltungsrichtlinien für Großkatzen entspricht, wie Zoodirektor Manfred Niekisch am Montag sagte. So muss die Außenanlage nach diesen Richtlinien bei Bedarf in zwei getrennte Bereiche getrennt werden können - eine wichtige Voraussetzung für die Zucht der hoch bedrohten asiatischen Löwen.

          Auf Nachwuchs hoffen Niekisch und seine Mitarbeiter jedoch schon deutlich vor dem Ende der auf zwei Jahre angelegten Spendenkampagne. Zumindest theoretisch stehen die Chancen auf Löwenbabys nicht schlecht: Kumar und Zarina haben sich nicht nur schnell aneinander gewöhnt, sondern sind sich schon „ganz, ganz nahe gekommen“, sagte Niekisch.

          Tragezeit von rund dreieinhalb Monaten

          Ob die Paarung erfolgreich war, dürfte erst Anfang 2018 klar sein. Denn Löwinnen haben eine Tragezeit von rund dreieinhalb Monaten. Da die Raubkatzen nicht zu einem dicken Schwangerschaftsbauch neigen, dürften auch aufmerksame Blicke in den nächsten Wochen keine Gewissheit bringen. Vor allzu großen Erwartungen warnte Niekisch am Montag aber: „Das wäre Zarinas erster Wurf - da kann bei Löwen auch was schief gehen.“ Bei manchen Löwinnen ende die erste Tragzeit vorzeitig.

          Mit der angestrebten Erweiterung des Geheges sollen die Löwen mehr Platz und die Besucher nähere Einblicke erhalten, der bisherige Wassergraben fällt weg. Die Kosten belaufen sich den Angaben zufolge auf 1,3 Millionen Euro - einen ersten Grundstock legte die Stiftung Zoo Frankfurt mit einer Summe von 75.000 Euro. Neben einem Spendenkonto gibt es seit Montag auch eine Spendenbox im Raubtierhaus des Zoos.

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