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Krypto-Währung in Frankfurt : Erster Bitcoin-Automat ist da

Ganz neu: Der Bitcoin-Automat nimmt Euro-Bargeld und überweist Bitcoins in die Online-Brieftasche auf dem Handy. Bild: Vogl, Daniel

Bei Oliver Pangratz lässt sich neuerdings Bargeld gegen Bitcoin tauschen. Das Interesse ist riesig. Nur eine Behörde beäugt die Entwicklung kritisch.

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          Das Objekt der Neugier sieht ein bisschen aus wie ein Spielautomat. Ein schmaler, hoher Sockel, obendrauf ein schwarzer Kasten mit zwei Schlitzen und einem Touchscreen. Bei dem Mann, der gerade zur Tür reingekommen ist, löst der Anblick Begeisterung aus. „Mann, ich wollte das Ding unbedingt sehen. Endlich gibt’s das hier“, ruft er und holt das Handy aus der Tasche. So geht das alle Viertelstunde an diesem Nachmittag. Ständig geht die Tür auf, und Oliver Pangratz hechtet hinaus in den Empfangsraum seines Bitcoin-Stores am Deutschherrnufer in Frankfurt-Sachsenhausen. Eine Woche ist es her, dass er das Gerät aufgestellt hat, und täglich kommen mehr Neugierige, um es zu sehen. Frankfurts erster Bitcoin-Automat – eine kleine Sensation.

          Anna-Sophia Lang

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Manche wissen, wie er funktioniert, anderen muss es Pangratz erklären: Wer hier Bargeld zu Bitcoins machen will, braucht eine digitale Brieftasche, eine E-Wallet, die man sich als App herunterladen kann. Deren QR-Code scannt man am Automaten, dann steckt man das Geld hinein, wählt auf dem Touchscreen die gewünschte Währung und wartet, bis der Automat den Beleg ausdruckt. Bis die Transaktion durchgegangen, also auch in der E-Wallet zu sehen ist, dauert es eine Weile. Dafür müssen sie erst sechs Bitcoin-Hersteller („Miner“) bestätigen. Sie schürfen die Bitcoins in Rechenzentren rund um den Globus. Dort, wo die Unmengen an Strom, die dafür benötigt werden, günstig sind.

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