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Frankfurter Zoo : Felsenlandschaft mit Wasserfall

Großbaustelle Zoo: Im Juni soll der neue Eingang fertig sein. Bild: Eilmes, Wolfgang

Die Bären im Zoo bekommen schon bald ein neues Zuhause. Auch sonst wird sich in diesem Jahr einiges im Tiergarten verändern.

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          Der große Bauzaun gehört fast schon dazu. So, als sei er eine Attraktion für sich. Menschen bleiben davor stehen und staunen über die Größe des abgeschirmten Areals. Viele fragen sich, was sich hinter dieser mehrere hundert Meter langen weißen Wand verbirgt. Über Monate hatte man nur das Surren der Bagger gehört, die schier unendliche Mengen Sand schippten. Erst seit kurzem sieht man, was dort aus dem Boden gestampft wird. Es ist eine Felsenlandschaft, mächtig und rauh. Demnächst kommen Bäume hinzu. Am Ende wird dies die neue Bärenanlage sein. Rund 6000 Quadratmeter für jeweils vier Brillenbären und Brüllaffen.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Bärenanlage ist die derzeit größte Baustelle im Zoo; sie wird voraussichtlich im Juni fertig. Außer Bäumen und Felsen zum Klettern wird dort ein Teich zum Baden samt Wasserfall angelegt. Zoodirektor Manfred Niekisch hatte schon im März beim Baubeginn des rund acht Millionen Euro teuren Projekts gesagt, dies sei ein "symbolischer Neuanfang" für den Tiergarten. Jahrzehntelang hatte sich wenig im Zoo getan: Die alten Gehege rotteten vor sich hin, repariert wurde wenig. Nun aber wird nicht allein die Bärenanlage neu errichtet: Auch der Haupteingang, der künftig eine Einheit mit dem Bären-Areal bilden soll, wird - vom Alfred-Brehm-Platz betrachtet - nach links verlegt.

          Ein Wäldchen bildet den Kontrast zum See

          Die Arbeiten für den Eingang seien gut im Plan, sagt Zoo-Sprecherin Christine Kurrle. Obwohl der Bau mindestens ebenso aufwendig ist wie jener der Bärenanlage, in der noch die üppige Flora angelegt werden muss, wird der Eingang etwa drei Monate früher fertig sein, voraussichtlich im Juni.

          Der gläserne Bau ist großzügiger gestaltet als der alte Eingang und soll die Wartezeiten an den Kassen deutlich verringern. Unter anderem werden dort der Zooladen und ein Schalter untergebracht, an dem sich Besucher über Tierpatenschaften und Fütterungszeiten oder über Natur- und Artenschutz informieren können. Direkt hinter der Kasse gelangt der Besucher dann in ein Wäldchen, das schon zur Bärenanlage gehört und einen Kontrast zum benachbarten See bilden soll.

          Ein drittes Bauvorhaben, das in diesem Jahr begonnen wird, sofern die Stadtverordneten zustimmen, ist die neue Quarantänestation auf dem Betriebshof des Zoos. Dafür muss das Gewächshaus weichen. Die Abrissgenehmigung ist schon unterschrieben. Baubeginn soll noch in diesem Frühjahr sein.

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