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Frankfurter Zoo : 15 Flamingos brutal getötet

Flamingos: Die Vögel sind vor allem wegen ihrer Farbe bei Zoobesuchern beliebt. Bild: dpa

Auf brutale Art sind am Wochenende 15 Flamingos des Frankfurter Zoos umgekommen. Die Tiere sind teilweise geköpft und erstochen worden.

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          Tierpfleger haben im Zoo eine grausige Entdeckung gemacht: In der Nacht zu Freitag und in der darauffolgenden Nacht sind insgesamt 15 Flamingos getötet worden. Den Vögeln wurden die Köpfe abgetrennt – einige wurden scheinbar abgeschnitten, andere abgerissen. Zoodirektor Manfred Niekisch sprach von einem „schockierenden Ereignis“, das ihn und alle Mitarbeiter sprachlos mache.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wer oder was die Tiere getötet hat, ist noch nicht klar. Während die Polizei von „einem oder mehreren bislang unbekannten Tätern“ spricht, schließt Niekisch nicht aus, dass ein Fuchs oder ein anderes Raubtier, etwa ein Marder, die Vögel gerissen hat. Für den Zoodirektor wäre dies die erträglichere Erklärung, da alles andere bedeuten würde, „dass jemand offenbar so krank ist, so etwas zu tun“. Für Klarheit soll nun das veterinärmedizinische Institut in Gießen sorgen. Dort werden einige der Kadaver untersucht.

          Polizei sucht Zeugen

          Für die Theorie, dass ein Mensch die Flamingos getötet hat, spricht jedoch einiges. Die Polizei sprach von Stichverletzungen, die an einigen Kadavern gefunden worden seien. Daran orientieren sich nun auch die Ermittlungen. Die Beamten stellten Videoaufzeichnungen sicher, die nun ausgewertet werden, wie ein Sprecher mitteilte. Zudem hoffen die Ermittler auf Zeugenhinweise. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich unter der Rufnummer 069- 755-10500 beim 5. Polizeirevier melden.

          Niekisch sagte, es sei merkwürdig, dass keine größeren Blutlachen gefunden worden seien. Die Polizei hält es für möglich, dass jemand die Tiere aus dem Zoo gestohlen, getötet und die Kadaver wieder zurückgebracht habe. „Das wäre doch aber sehr viel Aufwand“, wendet Niekisch ein. „Warum sollte jemand so etwas auf sich nehmen?“

          Das Geschehen erinnert an einen ähnlichen Vorfall vor sieben Jahren. Im Oktober 2007 waren im Zoo ebenfalls Flamingos auf gleiche Weise getötet worden. Die Tat wurde nie geklärt. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge.

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