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Fridays for Future : Klimaschützer blockieren Frankfurts Einkaufsmeile

  • Aktualisiert am

Demos für mehr Klimaschutz: Proteste auf der Frankfurter Zeil Bild: Marina Pepaj

Tausende haben in Hessen wieder für mehr Klimaschutz protestiert. Kaum ein Durchkommen gab es bei Demonstrationen auf der Haupteinkaufsstraße in Frankfurt.

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          Der Eingang von Karstadt an der Zeil ist dicht. Vor den Türen des Kaufhauses sitzen etwa 40 gutgelaunte junge Menschen mit Schildern. Hinter dem Glas hat sich schon eine Traube von genervten Einkäufern gebildet. Einige versuchen, sich an den Jugendlichen vorbeizuschlängeln, andere beobachten sie verunsichert.

          Eine Demonstrantin weist einen alten Mann darauf hin, dass es auch einen Hinterausgang gebe. Dass der vierte globale Klimastreik dieses Mal anders ausfallen würde, hatten die Organisatoren von Fridays for Future Frankfurt angekündigt. Als Zeichen gegen den Black Friday haben sie zur Blockade der Einkaufsmeile aufgerufen.

          Man wende sich nicht gegen die Einkäufer, sondern gegen die Konzerne. Sechs Geschäfte werden blockiert. Dazu gehört auch der Kleidungs-Discounter Primark, der unter dem Applaus der Demonstranten seine Rollgitter herunterlässt. Vorübergehend geschlossen. Asuka Kähler von Fridays for Future sagt, die Organisatoren seien positiv von der Eigendynamik der Demonstration überrascht. Die einzelnen Aktionen seien spontan entstanden. Vor dem Brockhausbrunnen versuchen die Demonstranten mit einer Menschenkette, die Passanten am Flanieren zu hindern. Schülerin Sudem ist genervt. Sie habe selbst schon an einer der Freitagsdemos teilgenommen. Dass sie jetzt aber am Einkaufen gehindert wird, gefällt ihr gar nicht. Ihrer Meinung nach sollte sich der Protest gegen die Politiker und nicht gegen die Mitbürger richten. Wie die Polizei am Abend angibt, waren 2500 Demonstranten auf der Zeil unterwegs.

          Begonnen hatte der Protest mit zwei Demonstrationszügen von der Bockenheimer Warte und vom Zoo. Dabei sind laut Veranstalter mehr als 9000 Teilnehmer mitgelaufen. Die Zeil-Blockade hat sich nach einer Stunde wieder aufgelöst. Kähler sagt, man habe gemerkt, dass man mit normalen Demonstrationen nicht weiterkomme. Fridays for Future werde weiter mit kreativen Protestformen auf die Straße gehen.

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