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F.A.Z. exklusiv : Frankfurter Volksbank plant Negativzins

Es wird teurer: Die Frankfurter Volksbank plant einen Negativzins. Bild: Jana Mai

Nun will auch die Frankfurter Volksbank Neukunden zur Kasse bitten, wenn sie ihr Geld bei dem Institut parken. Eine Folge der anhaltend expansiven Geldpolitik der EZB.

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          Die Frankfurter Volksbank plant, Negativzinsen für Einlagen vom ersten Cent an zu erheben. Nach Informationen der F.A.Z. will das Institut von März nächsten Jahres an Neukunden für Einlagen ein sogenanntes Verwahrentgelt in Höhe von 0,55 Prozent in Rechnung stellen. Diese Regelung soll ohne Freibetrag, also für jede Summe, gelten. Bestandskunden sollen demnach demnächst negative Zinsen auf Beträge bezahlen, die höher als 500.000 Euro sind, von März 2020 an soll dieser Freibetrag auf 250.000 Euro sinken. Die Bank ließ dazu wissen, speziell bei Sparbüchern seien Negativzinsen gesetzlich nicht erlaubt und würden daher auch nicht erhoben.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Frankfurter Volksbank teilte weiter mit, die Europäische Zentralbank verfolge seit fünf Jahren eine anhaltende Negativzinspolitik. „In dieser Situation sind auch wir in Überlegungen, ob wir unsere bisherige Vorgehensweise bei der Berechnung von Verwahrentgelten beibehalten können.“ Die konkrete Erhöhung der Entgelte von März 2020 an wollte das Institut dagegen nicht kommentieren.

          Vom direkten Konkurrenten, der Frankfurter Sparkasse, hieß es, dass derzeit nur große Firmen- und institutionelle Kunden auf hohe, kurzfristige Einlagen in der Größenordnung von etwa 500.000 Euro Verwahrentgelte entrichten müssen und dies „sukzessive auf mittelgroße Einlagen von Firmenkunden und auf große Einlagen von Privatkunden“ ausgedehnt werde. Es gebe bereits einige Neukunden, die diese Entgelte zahlten, sagte eine Sprecherin. Allerdings stehe man weiter zu der Aussage, „dass wir die Einführung von Verwahrentgelten auf breiterer Basis so lange vermeiden wollen, wie es geht“.

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