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Taunussparkasse als Partner : Frankfurter Volksbank denkt weiter über Negativzinsen nach

Partner und Konkurrenten zugleich: Die Vorstandsvorsitzenden Eva Wunsch-Weber (Frankfurter Volksbank) und Oliver Klink (Taunussparkasse) machen gemeinsame Sache. Bild: Wonge Bergmann

Die Frankfurter Volksbank schließt nicht aus, künftig für Einlagen privater Neukunden Verwahrentgelte zu erheben. Mit der Jahresbilanz ist die Bank zufrieden und weitet die Kooperation mit der Taunussparkasse aus.

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          Die Frankfurter Volksbank schließt nicht aus, künftig auch auf Einlagen von Privatkunden, die bei dem Institut ein Konto eröffnen wollen, negative Zinsen zu erheben. „Wir können das nicht garantieren“, sagte die Vorstandsvorsitzende des genossenschaftlich organisierten Instituts auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Bislang erhebe man solche Verwahrentgelte für Privatkunden nicht. Man wolle aber beobachten, welche Mittelzuflüsse es gebe, um dann darauf zu reagieren, sagt sie.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nachdem erste Banken solche Zinsen auf Konten von Privatkunden erheben, fürchten viele Häuser, dass innerhalb kurzer Zeit viel Geld bei ihnen geparkt werden könnte. Während auf normale Guthaben privater Bestandskunden keine Verwahrentgelte eingeführt werden sollen, soll diese Regelung wenn dann nur Neukunden betreffen. Für große Firmenkunden und institutionelle Großkunden mit besonders hohen Einlagen sowie Interessenten, die ausschließlich höhere Summen im Tagesgeldbereich anlegen, berechnet die Bank „nach individueller Vereinbarung“ ein Verwahrentgelt. Um welche Summen es hier genau geht, ließ Wunsch-Weber offen.

          Zweitgrößte Genossenschaftsbank rüstet auf

          Derweil rüstet sich die zweitgrößte Genossenschaftsbank des Landes für die Zukunft. In Kürze soll eine eigene Website für junge Leute an den Start gehen, zudem soll es gesonderte Angebote für Kinder und Jugendliche geben, hieß es.

          Zuletzt hatte die Frankfurter Volksbank mit einer Filialkooperation mit der konkurrierenden Taunussparkasse in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt. Die beiden Häuser hatten Ende vergangenen Jahres ihre erste Gemeinschaftsfiliale eröffnet, bereits Ende dieses Jahres sollen – früher als ursprünglich angekündigt – alle 26 gemeinsam mit der Taunussparkasse betriebenen Finanzpunkte eröffnet werden. Wunsch-Weber sagte, die Resonanz, auch von außerhalb Deutschlands, sei groß gewesen, man sei stolz, hier einen Gedankenanstoß gegeben zu haben, wie man mit weniger frequentierten Filialen umgehen kann. 

          An Standorten mit Personal teilen sich die Partner künftig die Öffnungszeiten, zudem werden Selbstbedienungsstellen gemeinsam betrieben. Eine Zusammenarbeit von Geldhäusern aus unterschiedlichen Lagern in so großem Stil war bis dahin ein Novum, ähnliche Kooperationen sollen geprüft werden, mit der Nassauischen Sparkasse und der Frankfurter Sparkasse befinde man sich hierzu allerdings derzeit nicht in Gesprächen.

          Bank mit 600.000 Kunden

          Mit dem Jahresergebnis der Volksbank zeigte sich Wunsch-Weber zufrieden. „Trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen“, so Wunsch-Weber, konnte die Bank ihr Betriebsergebnis steigern und ihre Position als größte Volksbank der Region ausbauen. Derzeit zählt die Bank gut 600.000 Kunden. Die Zahl der Mitarbeiter wurde zuletzt um 100 Angestellte auf 1550 reduziert, vor allem, weil Kollegen aufgrund ihres Alters ausgeschieden seien, hieß es. Das habe dazu beigetragen, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und so die Einbußen aus dem gesunkenen Zinsüberschuss auszugleichen, der von 212,8 Millionen Euro in 2018 auf 199,7 Millionen Euro zurückging. 

          Symbolischer Knopfdruck: Eva-Wunsch Weber (rechts, blaues Sakko) und Oliver Klink (rote Krawatte) eröffnen die erste Gemeinschaftsfiliale.

          Die Verringerung der Mitarbeiterzahl ist auch eine Folge der Fusion mit der Volksbank Maingau, die im vergangenen Jahr erfolgreich integriert worden sei, wie Wunsch-Weber und ihr Vorstandskollege Michael Mengler betonten. 

          Die Kreditvergabe bewege sich weiterhin auf einem hohen Niveau, der Provisionsüberschuss konnte um 1,2 Prozent auf 81,2 Millionen Euro erhöht werden. Auch für das laufende Jahr erwarte man ein gutes Ergebnis, so Mengler. 

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