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Frankfurter Start-ups : Mit Kindertee und Leuchthandschuh zu den Raubkatzen

  • -Aktualisiert am

Geld in Aussicht, Werbung garantiert: Teefee-Mitgründer Marco Rühl war in der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“, um Investoren für süße, zuckerfreie Bio-Kindertees zu begeistern. Bild: Rainer Wohlfahrt

Für Start-ups kann „Die Höhle der Löwen“ ein Sprungbrett zum Erfolg werden. Vier Teilnehmer der aktuellen Staffel kommen aus dem Rhein-Main-Gebiet.

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          Marco Rühl und Jill-Evelyn Erlach haben eine Idee: Sie wollen den Kinderlebensmittelmarkt revolutionieren, und zwar mit zuckerfreien Tees und Süßigkeiten. Damit die Produkte trotzdem süß schmecken, verarbeiten sie Stevia, das aus einer in Paraguay beheimateten Pflanze gewonnen wird. Erlach ist durch ihre Mutter, die aus Südamerika stammt, auf das Gewächs aufmerksam geworden.

          Rühl und Erlach sind von Beginn an überzeugt von ihrer Geschäftsidee: 2014 geben beide ihre regulären Jobs auf und gründen die Marke „Teefee“. Die Gründer haben Glück, nach einigen gescheiterten Anläufen werden sie 2015 in ausgewählten Rewe-Filialen gelistet. Auch der Online-Handel läuft an, ihre Umsätze steigen. 2017 machen sie bis Mitte Oktober mehr als zwei Millionen Euro Umsatz. Aber das ist ihnen nicht genug: Teefee soll richtig groß werden. Ihr Wunsch ist ein eigener Laden, in dem Kunden ihre Teemischungen selbst zusammenstellen können. Doch für dieses Vorhaben brauchen sie Kapital. Die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“, in der prominente Unternehmer wie Carsten Maschmeyer, langjähriger Chef des Finanzvertriebs AWD, jungen Start-ups im Tausch gegen Firmenanteile Kapital bieten, scheint da eine einmalige Chance zu sein. Sie bewerben sich, werden eingeladen.

          Einen der potentiellen Investoren überzeugen

          Nach monatelanger Vorbereitung ist es so weit, Rühl und Erlach dürfen ihr Produkt vor der Kamera präsentieren und darauf hoffen, dass sie einen der potentiellen Investoren überzeugen können. Doch mit einer Million Euro Kapital für 25 Prozent der Firmenanteile stellen sie hohe Forderungen. Zu hohe, wie sich herausstellt: Teefee geht leer aus.

          Trotzdem sind die Gründer zufrieden mit ihrem Auftritt: „Die Teilnahme in der Sendung war die richtige Entscheidung. Wir wollten Teefee bekannt machen, und das ist uns gelungen“, sagt Rühl. Bisher seien sie nur eine kleine, unbedeutende Marke in den Regalen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob sich das nach der Ausstrahlung ändert. Den 2,88Millionen Zuschauern, die am Dienstag eingeschaltet haben, dürfte Teefee jetzt zumindest ein Begriff sein. „Man kann über die Sendung denken, was man will, aber mich freut es, so viele junge Unternehmen im Handel zu sehen“, sagt Erlach. Auch Romy und Leon Stein aus Mosbach präsentieren ihr Start-up in der Fernsehshow. Gemeinsam mit ihrem Vater haben sie eine Maschine gebaut, die rieselnde Effekte wie künstlichen Schneefall oder fallende Blütenblätter erzeugt. „Mein Vater war immer ein Tüftler. Er hat zum Beispiel auch eine Christbaumtragetasche erfunden“, sagt Stein.

          Vom Nebenprodukt zur Verkaufsidee

          Die Idee zu „Fairysnow“, so heißt die Rieselmaschine, sei während einer Messe vor drei Jahren entstanden, auf der die Steins ihre Tragetasche vorgestellt haben. Um das Produkt besser zu vermarkten, hatten sie eine Box mit künstlichen Schneeflocken über dem Stand installiert. „Die Menschen waren so beeindruckt von diesen Schneeflocken, dass sich keiner für unsere Tasche interessiert hat“, sagt Stein. So sei die Idee entstanden, aus der Box eine richtige Maschine zu machen.

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