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Frankfurter Stadtwald : Überfahrenes Tier war ein Wolf

  • Aktualisiert am

Das tote Tier war am Dienstag an der Babenhäuser Landstraße gefunden worden. Bild: dpa

In Frankfurt hat eine Frau ein zunächst unbekanntes Tier angefahren und getötet. Nun ergab eine Untersuchung, dass es sich um einen Wolf handelte.

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          Bei dem am Dienstag im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen gefundenen toten Tier handelt es sich um einen Wolf. Das hat das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie mitgeteilt.

          Eine Frau hat das Tier angefahren und getötet, als es die Babenhäuser Landstraße überquerte. Die 47 Jahre alte Autofahrerin blieb bei dem Unfall unverletzt. Das Fahrzeug wurde jedoch stark beschädigt. Laut einem Sprecher der Polizei nahm die Frau an, einen Hund angefahren zu haben. Ein Test mit einem Chip-Lesegerät sei negativ verlaufen.

          Beamte hätten den für das Revier zuständigen Jagdpächter sowie das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Wiesbaden informiert.

          In Hessen sind in den vergangenen Monaten vermehrt Wölfe gesichtet worden. Schäfer kritisieren derweilen den Schutzstatus des Raubtieres und fürchten Attacken auf Weidetiere. Die durch den Wolf gerissenen oder verletzten Tiere und Investitionen in stärkere Schutzmaßnahmen seien eine finanzielle Bürde für Schäfer. Hessens Agrarministerin Priska Hinz (Die Grünen) versprach einen besseren Schutz und sicherte eine Erhöhung der Fördermittel des Landes für bessere Abwehrmaßnahmen.

          Keine Seltenheit in der Großstadt

          Laut Carsten Nowak, Fachgebietsleiter für Naturschutzgenetik bei Senckenberg, ist das Auftauchen eines Wolfs so nahe an einer Großstadt wie Frankfurt nichts Ungewöhnliches, trotz der vielen Ausflügler in den angrenzenden Wäldern: „Gehen Sie einmal nachts um 2 Uhr durch den Frankfurter Stadtwald, und Sie werden dort nicht viel mehr Menschen treffen als in einem abgelegenen Nationalpark um die selbe Uhrzeit.“ In den Vororten allerdings werde den Frankfurtern kaum je ein Wolf begegnen, da die Tiere den Menschen mieden und im Wald genug Futter fänden.

          Dass sich im Frankfurter Stadtwald Wölfe in größerer Zahl ansiedelten, hält Nowak allerdings für unwahrscheinlich. Dazu sei das Areal zu klein. Eher könnten die Tiere in Spessart, Vogelsberg, Odenwald und abgelegenen Gegenden des Taunus heimisch werden.

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