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Frankfurter Stadtverordnete : Fröhliche Versammlung mit Makel

Wie im Impfzentrum: Die Abgeordneten des Stadtparlaments hinter Wahlkabinen aus Pappe. Bild: Lucas Bäuml

Während sich die neuen Abgeordneten in der ersten Frankfurter Stadtverordnetenversammlung noch zurechtfinden müssen, sorgen Altgediente für einen Tiefpunkt bei den Debatten.

          3 Min.

          Donnerstag, 15 Uhr. Noch eine Stunde bis zur konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. Auf den Römerfluren herrscht beinahe gespenstische Stille. Die meisten Abgeordneten sind auf dem Weg in die Mainarcaden, wo die Versammlung  pandemiebedingt tagt. Der Reporter irrt durch die Gänge auf der Suche nach der Fraktion Volt, die irgendwo hier im Römer am Mittwoch ihre Geschäftsräume bezogen haben muss. Nur wo? Kein Schild an der Tür, kein Hinweis. Dabei könnte es doch so einfach sein – ihre Politik verortet Volt in der Nähe der Grünen oder SPD. Doch die Raumzuteilung funktioniert nach anderen Kriterien: Volt tagt im rechten Block, eingezwängt zwischen den Räumen von BFF-BIG und der AfD. Eileen O‘Sullivan, die Fraktionsvorsitzende, ist nicht gerade begeistert, aber was solle man tun? Die Räume seien frei geworden, sagt die Stadtverordnete.

          Martin Benninghoff
          (mben.), Rhein-Main-Zeitung

          Innen herrscht noch Umzugschaos. Aktenordner liegen auf dem Boden verstreut, leere Schränke, ein aufgeklappter Laptop steht auf dem Tisch. An der Wand hängt ein Kalender mit Bornheimer Ansichten, eine Hinterlassenschaft des Vorgängers und früheren Nutzers Bernhard Ochs und seiner kleinen Fraktion. „Das ist noch ziemlicher Büromief“, sagt O‘Sullivan, deren Fraktion Teil der nächsten Koalition mit den Grünen, SPD und FDP, der „V-Ampel“, werden könnte, wenn man sich einigen kann. Jetzt aber soll erstmal eine Kaffeemaschine her.

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