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Catering im Waldstadion : Die neuen Wirte der Eintracht

Neuzugänge: Klaus Peter Kofler (links), Stefan Weber und Michael Weigel (rechts) denken an das leibliche Wohl der Fans. Bild: Francois Klein

Im Sommer übernimmt ein neuer Caterer die Bewirtung im Frankfurter Stadion. Die drei Unternehmer versprechen Veränderungen – und greifen auf ihre Erfahrung mit Deutschlands größtem Flughafen zurück.

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          Altes steht Neuem gegenüber. Auf der einen Seite mit Holzdekor dekorierte Metallspinde im Stil der 1950er. Auf der anderen Seite das Neue: Neben dem hell leuchtenden Adlerwappen der Frankfurter Eintracht hängt ein Flachbildschirm an der Wand. Der Bartisch in der Mitte des Raums ist gedeckt, durch eine Glasscheibe geht der Ausblick auf das Stadioninnere. Von dort aus schauen sich die Gründer des Gastronomiebetreibers Casualfood GmbH und ihre Gäste schon seit Längerem die Fußballspiele der Frankfurter an. Diesmal treffen sich die beiden Geschäftsführer Michael Weigel und Stefan Weber in der Loge mit ihrem neuen Geschäftspartner, Klaus Peter Kofler. Die drei sind mit der Eintracht neuerdings auch geschäftlich verbunden. Mit „KP“, wie Kofler von Bekannten genannt wird, haben die Frankfurter das neue Unternehmen Supreme Sports Hospitality Frankfurt GmbH gegründet – und damit den Zuschlag für den Betrieb der Stadiongastronomie erhalten. Vom 1. Juli an kümmern sie sich um die Bewirtung an den Kiosken und in den Logen und lösen den bisherigen Caterer Aramark ab.

          Für Weigel und Weber ist der Einstieg ins Stadiongeschäft der nächste große Erfolg ihrer Unternehmerkarriere. 2005 haben die beiden Frankfurter, die schon als Jungs regelmäßig zu den Spielen ihrer Lieblingsmannschaft ins Waldstadion gefahren waren, ihr Unternehmen Casualfood gegründet, das in der Verkehrsgastronomie recht schnell wachsen konnte. Der Beginn aller Geschäfte war ein Brezelwagen, von dem aus das Gebäck direkt am Gate des Frankfurter Flughafens verkauft wurde. „Dann haben wir das Geschäft ausgeweitet. Inzwischen sind wir ein mittelständisches Unternehmen mit etwa 800 Mitarbeitern“, sagt Weigel. Mit diesem Team betreibt Casualfood 62 Läden an zehn Standorten, neben dem Frankfurter Flughafen gehören die Airports in Düsseldorf, Köln-Bonn und diverse Bahnhöfe dazu. Wobei der Name der Casualfood an keinem der Imbisse und Restaurants auftaucht, stattdessen führen die Frankfurter elf verschiedene Marken, etwa die Pizzeria Basta!, den Kaffeeladen Mondo oder die Bäckereikette Kamps, ebenso die Brezel Lovers, Quickers und den Grillimbiss Hermann’s, auch einige der Filialen der Lebensmittelkette ServiceStore DB werden von Casualfood geführt. 2018 hat das Unternehmen 57,3 Millionen Euro netto umgesetzt.

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