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Anfangsverdacht der Untreue : Auch wegen Awo-Gehälter wird nun ermittelt

Zu hohe Gehälter und luxuriöse Dienstwagen: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Frankfurter Awo. Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen die skandalträchtige Frankfurter Arbeiterwohlfahrt. Die Entscheidung zur Einstufung der Kita-Leiterin steht aber noch aus.

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          Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen auch formal wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit den hohen Gehältern und luxuriöser Dienstwagen von Verantwortlichen des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Das bestätigte eine Sprecherin der Strafverfolgungsbehörde auf Anfrage.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Damit sehen die Staatsanwälte wie ihre Kollegen in Wiesbaden wegen ähnlicher Ungereimtheiten zumindest einen sogenannten Anfangsverdacht, dass die Bezüge deutlich überhöht und mit den Bestimmungen nicht zu rechtfertigen gewesen seien. Auch wird in diesem Zusammenhang geprüft, ob etwa Zuwendungen der Stadt oder Spenden dafür zweckentfremdet wurden. Außer der Staatsanwaltschaft gehen auch der Awo-Bundesverband sowie das Sozialdezernat und das Revisionsamt diesen Fragen nach.

          Zahl der Beschuldigten noch unklar

          Zur Zahl der Beschuldigten oder gar deren Namen wollte sich die Sprecherin der Staatsanwaltschaft ebenso wenig äußern wie dazu, wann mit ersten Ergebnissen der Ermittlungen zu rechnen sei. Durchsuchungen hätten weiterhin nicht stattgefunden, hieß es. In der politisch besonders heiklen Frage, ob das Gehalt der Frau von Oberbürgermeister Peter Feldmann als Kita-Leiterin der Awo in strafwürdiger Weise hochgestuft worden sei, liefen weiterhin lediglich Vorermittlungen.

          Damit durchleuchten die Strafverfolger in großen Teilen die Affäre, die seit Wochen die Schlagzeilen in Frankfurt und die Atmosphäre im Rathaus beherrscht. Bisher waren die Ermittlungen formal auf die womöglich überhöhte Abrechnungen der Awo für die Bewachung von Flüchtlingsunterkünften und Kursangebote für Migranten beschränkt gewesen.

          Ob der Verzicht von Klaus Roth, die ihm bereits zugesagte Position im Vorstand der Frankfurter Awo als Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Jürgen Richter zu übernehmen, im Zusammenhang mit den Ermittlungen steht, bleibt offen; Richter war im Zuge des Skandals zurückgetreten. Roth leitet die Abteilung Kindertagesstätten und war zudem Chef der Awo-Tochter „Protect“, welche für Sicherheit in den Asylbewerberheimen sorgen sollte. Roth hatte vergangene Woche seinen Schritt schriftlich damit begründet, er wolle den Entscheidungen der Awo-Kreiskonferenz am 18.Januar nicht im Wege stehen. Es gehe um eine „Neuaufstellung“ des Verbandes und darum, „gestärkt aus der Krise zugehen“.

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