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Bezahlbarer Wohnraum : Sich Frankfurt leisten können

Teures Pflaster: Frankfurt wird für viele Mieter unbezahlbar. Bild: Helmut Fricke

Politiker versprechen mehr bezahlbare Wohnungen, damit die Mittelschicht in der Stadt bleiben kann. Eine Erzieherin, eine Krankenschwester und ein Feuerwehrmann erzählen, was sie davon halten.

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          Als Daniela Lüdtke schon aufgeben wollte, sprach eine Mutter sie an. Sie kenne da jemanden in Bergen-Enkheim, dessen Wohnung werde demnächst frei. Drei Zimmer, Küche, Bad, 71 Quadratmeter, 750 Euro, Gas und Strom extra. Lüdtke dachte: „Das gibt’s doch gar nicht.“ Dann griff sie zu. Gut zwei Jahre ist das her. Seitdem wohnt die Erzieherin, 39 Jahre alt, alleinerziehend, zwei Töchter, Vollzeitstelle, knapp 2000 Euro netto im Monat, in einer Wohnung der Nassauischen Heimstätte. Deren Mieten sind niedriger als auf dem freien Markt, weil es sich um eine Wohnungsgesellschaft handelt, die unter anderem dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt gehört. Lüdtke nennt das, was ihr damals passiert ist, „VitaminB“. In Wahrheit hatte sie einfach nur Glück.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ohne Glück oder VitaminB ist der Kampf um bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt für viele kaum noch zu gewinnen. Die Miet- und Eigentumspreise sind in den vergangenen Jahren dermaßen stark gestiegen, dass sich auch Gutverdiener immer öfter strecken müssen, um eine Wohnung zu finden, die sie finanzieren können – und die ihnen auch gefällt.

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