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Karfreitag for Future : Schüler sammeln freiwillig Müll auf Frankfurts Straßen

Kaffee-To-Go: Etwa 25 Millionen Becher werden in Frankfurt jährlich verbraucht. Bild: dpa

Seit Monaten demonstrieren in Frankfurt tausende Schüler bei den „Fridays for Future“ für eine neue Klimapolitik. Kritiker sehen darin ein organisiertes Schulschwänzen. Doch auch in den Ferien soll der Protest weitergehen.

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          Auch am Karfreitag werden in Frankfurt Schüler ein Zeichen für den Umweltschutz setzen. Auf dem „Müll-Sternmarsch“ wollen rund 200 Teilnehmer dafür an fünf ausgewählten Standorten wie dem Mainufer, der Zeil und an der Europäischen Zentralbank Abfall aufsammeln, der seinen Weg nicht in die Mülleimer gefunden hat.

          Eine der freiwilligen Reinigungskräfte ist die Initiatorin Valerie Wolter. Die 15 Jahre alte Schülerin engagiert sich seit einigen Jahren für den Klimaschutz. Dabei setzt Wolter nicht nur auf Demonstrationen und Aufklärungsarbeit, sondern verzichtet privat auch auf Fleischkonsum, kauft gebrauchte Kleidung und versucht den persönlichen Plastikverbrauch zu verringern, wo es eben geht. Die Enthaltsamkeit ist der Schülerin wichtig: „Man muss nur rausgehen und sehen, was mit unserer Welt passiert. Das war für mich die wichtigste Motivation.“ 

          Kein bloßes Schwänzen

          An den „Fridays for Future“-Demonstrationen nimmt Wolter von Anfang an teil. Die Kritik, dass sie zugunsten der Proteste den Unterricht schwänzen würde,  kann sie nicht nachvollziehen. „Wir machen das ja nicht aus Faulheit, sondern wir streiken, um was zu verändern“ ,sagt die Schülerin, die selbst zwei Protesttage hat ausfallen lassen, um an Klassenarbeiten teilzunehmen.

          Doch der Einsatz für die Umwelt hört für sie nicht mit den Osterferien auf. Auf der Suche nach weiteren Aktionen in der schulfreien Zeit, kam Wolter und ihrer Arbeitsgruppe die Idee, mit weiteren Schülern den Müll auf Frankfurts Straßen aufzusammeln. Der Abfall soll dabei auch gleichzeitig getrennt werden. Am Ende wollen die Teilnehmer die gesammelten Säcke den Mitarbeitern des Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH zur weiteren Verwertung übergeben.

          Pendler sorgen für mehr Müll

          Ein Umdenken sei besonders in Frankfurt nötig. Denn laut einem Sprecher des Unternehmens wird  Deutschlands Pendlerhauptstadt in mancher Hinsicht immer schmutziger: „Viele, die nach Frankfurt unterwegs sind, essen draußen und unterwegs. Das Volumen an Essensverpackungen der To-Go-Produkte hat dadurch deutlich zugenommen“, so der Sprecher. Die Bürger hätten weniger Respekt vor dem öffentlichen Raum. Gleichzeitig gäbe es aber zunehmend Gruppen, die diesen Zustand nicht mehr hinnehmen würden. Deswegen lobe das Entsorgungsunternehmen die Aktion und unterstützt die Schüler logistisch.

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          Der Weg der gelben Tonne : Deutschland, Recyclingland? Bild: Reuters

          Für Valerie Wolter ist die Müllaktion vor allem ein Symbol für den Kampf gegen Verschwendung. Die Schülerin hofft dabei, dass sich in Zukunft noch mehr Menschen in ganz Deutschland an der freiwilligen Reinigung ihrer Städte beteiligen.

          Sternmarsch

          Der Sternmarsch beginnt am 19.04.2019 um 12.00 Uhr am Römerplatz.

          Fünf Gruppen sammeln Müll:

          • am Willy-Brandt-Platz
          • auf der Zeil
          • an der Europäischen Zentralbank
          • jeweils an der Nord- beziehungsweise Südseite des Mainufers.

           

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