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Rennklub Frankfurt : „Wir fühlen uns enteignet“

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Keine Chance gegen König Fußball: Der Volkssport wird die Golfer und die Freunde des Galoppsports wohl aus Frankfurt-Niederrad vertreiben. Bild: Finger, Stefan

Der Renn-Klub kritisiert die Pläne, die Pferderennbahn in Niederrad aufzugeben und dort ein DFB-Zentrum zu errichten. Klub und Rennbahnbetreiber wollen juristisch gegen die Stadt vorgehen.

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          Die erste Schockstarre ist gewichen, die Galoppsportfreunde zeigen sich kämpferisch. Dass am Freitag die Stadt Frankfurt und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine gemeinsame Absichtserklärung zum Bau eines DFB-Kompetenzzentrums auf der Pferderennbahn in Niederrad unterzeichnet haben, „ist für uns kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“, so Christiane Weil-Daßbach, Vizepräsidentin des Frankfurter Renn-Klubs. Die „Grande Dame“ des Frankfurter Rennsports kommt selbst aus einer Pferdezucht-Dynastie, ihre Familie betreibt das Gestüt Etzean im Odenwald. Harsche Worte sind Frau Weil-Daßbach eigentlich fremd, doch am Freitag sagte sie in Richtung Frankfurter Magistrat: „So geht man nicht mit Menschen um. Wir fühlen uns durch die handstreichartige Aktion der Stadt persönlich enteignet.“

          Christiane Weil-Daßbach wirft den treibenden Kräften um Grünen-Bürgermeister Olaf Cunitz vor, einerseits den Rennbahn-Pächter, die Hippodrom GmbH, „erst gezielt diffamiert und dann jedes Gespräch mit uns verweigert zu haben“. Der Renn-Klub wie auch die Hippodrom GmbH würden nun alle juristischen Schritte ausloten.

          Auch die Bürgerinitiative zum Erhalt der Frankfurter Galopprennbahn hat binnen weniger Tage großen Zulauf bekommen: „Wir bekommen sogar Zuspruch von Menschen, die noch nie auf der Rennbahn waren“, berichtet die Gründerin der Bürgerinitiative, Pamela Leisterer. Mit Plakaten, T-Shirts und Informationsmaterial will die Initiative Sympathisanten gewinnen. „Fast alle bei uns sind auch Fußballfans, aber es kann doch nicht sein, dass unter den Sportarten ein darwinistischer Verdrängungswettbewerb stattfindet.“ Ähnlich wie der Galopper-Dachverband plädiert die Gruppe für ein „harmonisches Miteinander“. Da der DFB ohnehin nur ein Viertel des Areals nutzen könne und dürfe, „muss es doch möglich sein, dass beide Sportarten dort Platz haben“. Beim DFB gäbe es dazu Gesprächsbereitschaft, und selbst Sportdezernent Markus Frank wird auf HR-online mit dem Satz zitiert: „Wenn jemand eine kluge Idee hat, schauen wir uns das immer an.“

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