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Frankfurter Rennbahn : Kein Abriss der Tribüne

Bleibt: Vorerst wird die Tribüne der Galopprennbahn nicht abgerissen. (Archivbild) Bild: dpa

Auf dem Gelände der Frankfurter Galopprennbahn dürfen weiterhin keine Bauarbeiten zur Vorbereitung des DFB-Leistungszentrum durchgeführt werden. Aktuell laufen zwei weitere Verfahren.

          Die Stadt darf weiterhin weder die Tribüne der Galopprennbahn abreißen noch wichtige Versorgungsleitungen auf dem Gelände in Sachsenhausen kappen. Das hat das Landgericht jetzt entschieden. Es verwarf damit einen Widerspruch der Kommune gegen eine einstweilige Verfügung des Renn-Klubs, der dort bis zum vergangenen Jahr Pferderennen ausgerichtet hat. Das sagte ein Sprecher des Planungsderzernats auf Anfrage. Der Verein, der sich in mehreren Prozessen mit der Stadt als Eigentümerin des Geländes über verschiedene Aspekte streitet, hatte Anfang Februar den Rechtsschutz erwirkt; die Kommune hatte das durch den Widerspruch kippen wollen.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Dezernatssprecher sagte, das Gericht habe den Schritt damit begründet, dass „keine Tatsachen geschaffen werden sollten, die einen Rennbetrieb verunmöglichen würden“. Das aber wäre der Fall, sobald die Tribüne abgerissen würde. Daher solle zunächst die Entscheidung in zwei anderen, wichtigeren Verfahren abgewartet werden. Die Stadt könne das nachvollziehen.

          Aktuell laufen zwei Verfahren bezüglich der Räumung

          Für eines der beiden Verfahren steht nach seinen Worten nun der Termin fest, an dem das Landgericht über eine Klage des Renn-Klubs gegen den Pächter des Geländes, die städtische Hippodrom GmbH, befindet. Demnach soll am 11.Juli entschieden werden, ob die Kündigung des Geschäftsbesorgungsvertrags durch die GmbH korrekt gewesen ist. Wenn ja, darf der Renn-Klub auf dem Gelände keine Galopprennen mehr ausrichten. In einem zweiten Verfahren geht es außerdem um eine Räumungsklage der Stadt gegen den Renn-Klub. Wann darüber entschieden werde, sei unklar, sagte der Sprecher.

          Außer den zwei Hauptsacheverfahren gibt es eine dritte Klage. Der Renn-Klub will damit überprüfen lassen, ob die Stadt bei der Vergabe eines Teils des Geländes an den Deutschen Fußball-Bund, der dort ein Leistungszentrum bauen will, gegen Vergaberichtlinien der EU verstoßen hat. Der Vorwurf lautet, das Grundstück sei in Erbpacht zu günstig vergeben worden. Dieses Verfahren wird dem Sprecher zufolge auf Drängen des Verwaltungsgerichts ebenfalls vor dem Landgericht verhandelt. „Wir halten das für sinnvoll.“ Ziel des Renn-Klubs sei es zuvor offenbar gewesen, möglichst viele Stellen mit eigenen Anliegen zu beschäftigen.

          trö.

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