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Pessach-Fest beginnt : Rabbiner in der Corona-Krise: „Noch nie so viele Clicks gehabt“

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Derzeit so stark online unterwegs wie noch nie: Rabbiner Julian-Chaim Soussan, hier beim jüdischen Lichterfest 2019 in Frankfurt zu sehen Bild: Francois Klein

Der Frankfurter Rabbiner Julian-Chaim Soussan hält es wie christliche Geistliche: Um seinen Gemeindemitgliedern in der Corona-Krise nahe zu sein, ist er viel online unterwegs. Und das mit großem Erfolg.

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          Der Beginn des Pessach-Festes an diesem Mittwochabend stellt in diesem Jahr die Jüdischen Gemeinden in Hessen vor besondere Herausforderungen. Eines der höchsten jüdischen Feste, das an die Befreiung aus der Versklavung in Ägypten erinnert, kann angesichts der Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie üblich gefeiert werden.

          Die Frankfurter Westend-Synagoge, Gebetsort der größten jüdischen Gemeinde Hessens, ist schon seit Wochen geschlossen. Rabbiner Julian-Chaim Soussan und sein Amtskollege Avichai Apel setzen derzeit ebenso wie viele christliche Geistliche auf Online-Angebote und virtuelle Begegnungen mit ihren Gemeindemitgliedern. „Ich habe noch nie so viel gepostet wie jetzt - und hatte noch nie so viele Clicks“, sagte Soussan.

          Die gegenwärtige Krise mit all ihren Einschränkungen könne auch eine Chance für Reflektion und Überdenken des eigenen Lebens sein, meinte der Rabbiner. „Ich sage immer, es gibt wichtige und es gibt dringende Dinge - und normalerweise stehen die dringenden Dinge im Vordergrund unseres Alltags. Jetzt haben wir wieder Zeit für das Wichtige. Dies ist eine Chance, bisheriges Handeln zu überdenken und auch etwas zu verändern.“

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