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Frankfurter Polizeipräsident : „Die Polizei braucht uneingeschränktes Vertrauen“

Alamiert: Gerhard Bereswill macht sich Sorgen um den Ruf seiner Beamten. Bild: Wolfgang Eilmes

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fünf Polizisten wegen Volksverhetzung. Im Interview mit der F.A.Z. kündigt Polizeipräsident Gerhard Bereswill konsequente Schritte an – und sieht das Ansehen der Frankfurter Polizei als geschädigt an.

          2 Min.

          Fünf Beamte Ihrer Behörde sollen rechtes Gedankengut ausgetauscht haben, darunter vor allem Hetze gegen Ausländer sowie auch verfassungsfeindliche Symbole. Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zu den Ermittlungen selbst kann ich mich nicht äußern, weil das der Staatsanwaltschaft obliegt. Als Behördenleiter kann ich sagen, dass dieses Verhalten, soweit es bisher festgestellt wurde, in keinster Weise toleriert wird. Das ist ein Vorgang, den ich zum Glück in meiner bisherigen Zeit als Polizeipräsident noch nie erlebt habe. Es sollte ein Einzelfall bleiben.

          Die Polizeigewerkschaften haben ein besseres Monitoring gefordert, etwa im Sinne einer Supervision, damit frühzeitig erkennbar wird, wenn ein Polizist eine rechte Gesinnung entwickelt. Hat die Behörde da bisher zu wenig getan?

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