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Frankfurter Polizeipräsident : Ermittlungen wegen Blockupy-Einsatz

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In der Kritik: Frankfurts Polizeipräsident Achim Thiel. Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen des umstrittenen Einsatzes bei der Blockupy-Demo am 1. Juni auch gegen Polizeipräsident Achim Thiel.

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          Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen des umstrittenen Einsatzes bei der Blockupy-Demo am 1. Juni auch gegen Polizeipräsident Achim Thiel. Dieser werde als Beschuldigter geführt, sagte Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu am Mittwoch und bestätigte damit Medienberichte. Eine Gruppe von 14 Demonstranten habe Anzeige gegen Thiel erstattet, unter anderem wegen Nötigung. Sie werde von dem ehemaligen hessischen Justizminister Rupert von Plottnitz (Grüne) vertreten.

          Die Anzeige richtet sich auch gegen Einsatzleiter Harald Schneider, gegen den bereits ermittelt wird. Ein gutes Dutzend Anzeigen liege der Staatsanwaltschaft inzwischen wegen des Polizeikessels vor. „Der Sachverhalt muss jetzt ausermittelt werden“, sagte Möller Scheu.

          Der rechtspolitische Sprecher der Linken-Fraktion im Landtag, Ulrich Wilken, sagte: „Es ist gut, wenn nun immer mehr Betroffene Anzeige erstatten, um das Lügengebäude des Innenministers und der Polizeiführung zum Einsturz zu bringen.“ Bei der Demonstration habe jeder erlebt, wie brutal die Polizeikräfte vorgegangen seien. „Allerdings grenzt es an einen Schildbürgerstreich, wenn jetzt die Frankfurter Polizei gegen ihren Chef ermittelt und ihn dabei schwerster Straftaten überführen soll.“

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