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Nach Raubüberfall an Filiale : Frankfurter Polizei kooperiert im Ikea-Fall mit Kölner Kollegen

Gesichert: Die Frankfurter Ikea-Filiale in Nieder-Eschbach nach dem Raubüberfall Bild: dpa

Nach dem Überfall auf den Ikea-Markt im Norden von Frankfurt arbeitet die Polizei mit Kölner Kollegen zusammen, denn mehrere Fälle gleichen sich. Zudem fahndet sie nach einem zweiten Fluchtauto.

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          Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter an der Frankfurter Ikea-Filiale in Nieder-Eschbach prüft die Polizei nun offiziell Verbindungen zu ähnlichen Täten in Köln. Damit bestätigte ein Sprecher einen Bericht der F.A.Z. Demnach hat es in Nordrhein-Westfalen Raubüberfälle auf Geldtransporter am Flughafen Köln-Bonn und an einer Ikea-Filiale im Stadtteil Godorf gegeben, die der Frankfurter Tat fast bis ins letzte Detail ähneln.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In jedem dieser Fälle waren – wie auch in Frankfurt – sowohl das Fluchtauto als auch die Kennzeichen gestohlen worden. Zudem waren die Täter bewaffnet. In einem Fall schossen sie ebenfalls auf einen Sicherheitsmitarbeiter, der schwer verletzt wurde. In einem der ausgebrannten Fluchtwagen entdeckte die Polizei später eine Kalaschnikow.

          Mit Kölner Polizei in enger Verbindung

          Die Polizei hatte, wie berichtet, damals schon vermutet, dass es sich um eine international agierende Bande handele. Die Täter wurden jedoch nicht gefasst. „Unsere Ermittler stehen nun mit der Kölner Polizei nun in enger Verbindung“, sagte Polizeisprecher Thomas Hollerbach. „Es muss detailliert geprüft werden, ob die Taten zusammenhängen. Alle Details helfen uns weiter. Auch dann, wenn keine Verbindungen erkennbar sind.“

          Doch nicht nur die Raubüberfälle in Köln werden von den Frankfurter Ermittlern geprüft, sondern auch die in anderen Städten, etwa in Limburg. Dort hatte es im September 2018 einen Überfall auf eine Geldtransporter gegeben, der nach ähnlichem Schema abgelaufen war. „Sämtliche Dienststellen, die uns weiterhelfen können, werden nun kontaktiert“, sagte Hollerbach.

          Darüber hinaus liege der Fokus aber vor allem auf der Auswertung der Spuren des Frankfurter Falles. Wie berichtet, hatte ein unbekannter Mann am Samstagmittag gegen 11.30 Uhr einen Geldboten angegriffen, der gerade das Gebäude verließ. Es kam zu einem Schusswechsel, der Bote wurde durch einen Schuss im Oberschenkel schwer verletzt. Er konnte noch nicht zu der Tat befragt werden.

          Untersetzter Mann mit weißem Pullover

          Noch im Lauf der Woche will die Polizei Bilder des Täters veröffentlichen. Der Polizei liegt Videomaterial des etwa 1,80 Meter großen, untersetzten Mannes vor, der einen weißen Pullover mit Kapuze und eine schwarze Trainingshose getragen hat.

          Zudem sucht die Polizei Zeugen, denen am Prozessionsweg im Stadtteil Riedberg an jenem Samstag oder vielleicht auch schon am Freitagabend ein verdächtiges Fahrzeug aufgefallen ist; entweder ein dort geparktes Auto oder ein Motorrad. Wie berichtet, hatte der Täter nach dem Überfall das Fluchtauto in der Feldgemarkung am Prozessionsweg in Brand gesteckt. Die Polizei vermutet, dass er anschließend mit einem weiteren Fahrzeug seine Flucht fortgesetzt hat.

          Hinweise nimmt die Polizei unter den Telefonnummern 069 / 755-51299 oder 069 / 755-53110 entgegen. Zeugen können sich jedoch auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.

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