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Frankfurter Festival : Der unbekannte Osten

Am Wochenende ein Festivalgelände: Der Frankfurter Osthafen bei Nacht. Bild: Marcus Kaufhold

Der Frankfurter Osthafen ist für viele ein blinder Fleck. Am Wochenende wird dort nun gefeiert – mit Reggae und Clubmusik, Stand-up-Paddling und schönen alten Schiffen

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          Für viele ist er noch immer ein blinder Fleck: der Frankfurter Osthafen. Dass er einer der größten Binnenhäfen des Landes ist, an dem Millionen Tonnen an Gütern umgeschlagen werden, oder dass die Lufthansa dort vor kurzem erst ein Service-Werk eröffnete, wissen wahrscheinlich nicht allzu viele.

          Alexander Jürgs

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Interessant ist das Gebiet auch für die Kreativen: Die Interieur-Designer von der „Galerie Morgen“ haben sich niedergelassen, der Künstler Tobias Rehberger erschafft im Revier seine Werke, in Sichtweite des Hafens ist das „Atelier Frankfurt“ in ein altes Lagerhaus gezogen. Und auch die Immobilienentwickler haben die Gegend für sich entdeckt: Zwischen Osthafen und Hanauer Landstraße wachsen längst die Wohnkomplexe in die Höhe. Ein spannendes Quartier im Wandel: Das ist der Osthafen.

          Freier Eintritt

          Am Samstag und Sonntag kann man ihn nun einmal wieder besser kennenlernen – beim „Osthafen-Festival“, das der städtische Hafenbetreiber im Zweijahresrhythmus ausrichtet. Kostenlose Hafenrundfahrten werden dann angeboten, eine Ausstellung zur Geschichte des Osthafens ist zu besichtigen, es laufen Schnupperkurse im Stand-up-Paddling. Und man kann auch einige Schiffe besichtigen: ein Einsatzboot der Wasserpolizei, den Eisbrecher Elsava, das Museumsschiff Willi. Am Samstagabend wird es eine Schiffsparade geben. Wer mag, kann zum Osthafen-Festival sogar in einer alten Lokomotive anreisen: Zwischen Eisernem Steg und Hafen verkehren auf den Gleisen der Hafenbahn eine historische Dampf- und eine Diesellok.

          Auch das Konzert- und Partyprogramm macht einiges her. Beinahe 50 Bands treten auf vier unterschiedlichen Bühnen auf. Die bekannteste Gruppe ist sicherlich Culcha Candela: Die Berliner begeistern ihre Fans mit einer Mixtur aus Rap und Reggae, ihre Live-Auftritte strotzen vor Energie. Am Samstagabend stehen sie im Osthafen auf der Bühne, genauso wie der Rapper Afrob, eine der wichtigsten Stimmen im deutschen Hiphop. Daneben gibt es einige Disco-Areale – zum Beispiel von den Machern der „Galerie Morgen“.

          OSTHAFEN-FESTIVAL11. und 12. August im Frankfurter Osthafen, Samstag 14–1.30, Sonntag 12–23 Uhr.

          Der Eintritt ist frei.

          Osthafen-Festival

          Vom 11. und 12. August im Frankfurter Osthafen, Samstag 14–1.30, Sonntag 12–23 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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