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„Logistiktram“ : Warentransport per Straßenbahn

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Eine Box, die zum Transport von Waren dient, mit der Aufschrift «Logistiktram.de» steht mit Spanngurten gesichert in einer Tram auf dem VGF Betriebshof Gutleut. Bild: dpa

Das Pilotprojekt der Frankfurter Verkehrsgesellschaft und des Paketdienstleisters Hermes geht voran. Wann der Warentransport per Straßenbahn jedoch in den Regelbetrieb übergehen wird, ist noch unklar.

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          Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft und der Paketdienstleister Hermes treiben ihr Pilotprojekt zum Warentransport per Straßenbahn voran. Anfang April prüften die Projektpartner den Einsatz einer „Logistiktram“ in der Frankfurter Innenstadt, wie Marco Seibert, Depotleiter von Hermes in Frankfurt sagte. In der Testphase legten demnach zwei Trams pro Tag mit zwei Kisten beladen eine Tour vom Gutleutviertel aus bis zur Messe zurück. Dort wurden die Ladungen auf Fahrradkuriere verteilt und an die Haustüren gebracht. Fahrgäste waren bei den Touren allerdings nicht an Bord, wie eine Sprecherin der Frankfurter Verkehrsgesellschaft sagte.

          Nach den insgesamt acht Fahrten mit je 50 Paketen pro Kiste sind die Initiatoren optimistisch: „Es ist nach wie vor ein sehr interessantes Projekt, aus dem auf jeden Fall etwas werden kann“, zog Seibert eine Zwischenbilanz. Noch benötige es aber weitere Ideen, um das Projekt für einen großflächigeren Einsatz fit zu machen. Zu überlegen sei beispielsweise, ob eine speziell auf den Gütertransport zugeschnittene Tram zum Einsatz kommen könnte. Auch das Zusammenspiel mit „Micro-Hubs“, also kleinen Paket-Zwischenlagern an der Strecke, könnte eine weitere Idee sein, sagte Seibert.

          Umwelt und Innenstadt entlasten

          Ob und wann das Projekt in den Regelbetrieb übergehen könnte, ist noch unklar. Vor allem müsse noch ausgewertet werden, ob das Konzept betriebswirtschaftlich sinnvoll sei, sagte Oliver Schocke, Professor für Produktionsmanagement und Logistik der Frankfurter Hochschule, der die Testphase wissenschaftlich begleitet. Dazu würden auch die beiden Fahrradsysteme, auf die die Pakete von der Tram umgeladen wurden, eingängig geprüft. Zu den Testergebnissen konnten die Projektpartner noch nichts sagen. „Da befinden wir uns nun in der Auswertungsphase“, erklärte Seibert.

          Mit der „Logistiktram“ wollen die Stadt Frankfurt, Paketzusteller und die Verkehrsgesellschaft die Umwelt und den Innenstadtverkehr entlasten. Das Projekt wurde im Herbst 2018 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Neu ist die Idee allerdings nicht. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wurden laut Schocke in Deutschland Güter mit der Straßenbahn transportiert.

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