Frankfurter Innenstadt :
Grundstein für neue Altstadt gelegt

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Rathauschefin Roth und Planungsdezernent Schwarz (Mitte) legen den Grundstein für die Altstadt, rechts der Chef der Entwicklungsgesellschaft Dom-Römer GmbH, Michael Guntersdorf
Jahrzehntelang wurde diskutiert, geplant und verworfen - nun hat mit der Grundsteinlegung der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt begonnen. Die Stadt gibt dafür 130 Millionen Euro.

Jahrzehntelang wurde diskutiert, geplant und verworfen - nun hat der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt begonnen. Am Mittag mauerte Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) eine Kapsel mit Dokumenten in den Grundstein ein. Das Technische Rathaus, das in den siebziger Jahren dort errichtet worden war, ist bereits verschwunden. Manche Gebäude werden nach Originalbauplänen rekonstruiert, andere als Neubauten realisiert, für die es aber strenge Auflagen gibt. 2016 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Auf die Stadt kommen Kosten von rund 130 Millionen Euro zu.

Die Frankfurter Altstadt soll teils mit alten, teils mit neuen Häusern wieder aufgebaut werden. Es geht um rund 7000 Quadratmeter zwischen Römerberg, Dom und der Kunsthalle Schirn. Das Gelände wurde in 35 kleine Parzellen aufgeteilt, die den früheren Grundrissen entsprechen.

Manche Häuser werden weitgehend nach alten Bauplänen rekonstruiert. Andere sind als Neubauten geplant, die aber in vielen Details den alten Häusern ähneln müssen. In der Mitte soll ein öffentliches „Stadthaus“ mit Veranstaltungsräumen entstehen, das aber derzeit wieder zur Disposition steht. Auf die Stadt kommen Kosten von rund 130 Millionen Euro zu. 2016 sollen die Arbeiten beendet sein.

Auf diesen Areal in der Innenstadt soll die Altstadt teilweise rekonstruiert werden
Auf diesen Areal in der Innenstadt soll die Altstadt teilweise rekonstruiert werdendapd

Die Frankfurter Altstadt wurde bei einem Bombenangriff 1944 zerstört. Zahlreiche geschichtsträchtige Gebäude befanden sich dort: Im barocken „Hof zum Rebstock“ wurde der Dichter Friedrich Stoltze geboren. Im Haus „Junger Esslinger“ wohnte Goethes Tante. Das „Rote Haus“ wurde um 1350 gebaut - es war das Zunfthaus der Metzger und wurde alle zwei Jahre neu mit Ochsenblut angestrichen.