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Immobilienmarkt in Großstädten : „Das Konzept der Zeil ist überholt“

Zunehmender Leerstand: Der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil steht ein Wandel bevor. Bild: Finn Winkler

Der Immobilienmarkt in Großstädten wird sich nach der Corona-Pandemie stark verändern. Das betrifft besonders den Einzelhandel.

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          Die neue Normalität? Nick Jue ist sich sicher, sie zu kennen, zumindest was den künftigen Büroalltag angeht. Der Deutschlandchef der niederländischen Digitalbank ING glaubt, dass künftig die Mitarbeiter des Unternehmens etwa die Hälfte ihrer Zeit von zu Hause aus arbeiten werden: „Homeoffice wird Teil der neuen Normalität nach Corona“, sagt er. Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter der Direktbank arbeiten im Corona-Lockdown daheim. Bei der Frankfurter DZ Bank waren es sogar neun von zehn Angestellten, berichtet deren Co-Vorstandsvorsitzender Cornelius Riese. Wenn es in Unternehmen jemals eine Präsenzkultur gegeben habe, dann sei sie vorbei, sagt Riese. „Wir stehen vor einer unglaublichen Zäsur.“

          Daniel Schleidt
          Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit den steigenden Homeoffice-Zahlen wächst in deutschen Städten die Unsicherheit, ob künftig die vorhandenen Büroflächen noch gebraucht werden. Doch ein drohendes Überangebot an Büroflächen in Frankfurt ist nicht das einzige Problem, was nach der Pandemie auf den Immobilienmarkt am Main zurollt. Eine Studie der DZ Bank hat ergeben, dass die Corona-Krise erhebliche Auswirkungen auf Gewerbeimmobilien in Frankfurt haben wird. Der Untersuchung zufolge wird sich zwar der von der Pandemie gebeutelte Hotel- und Gastronomiesektor vergleichsweise schnell erholen, wie Studienautor und Immobilienexperte Thorsten Lange prognostiziert. Am Büromarkt, aber auch im Einzelhandel stehe hingegen eine Neuausrichtung an, die Frankfurt verändern könnte.

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