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Frankfurter Hauptbahnhof : Fernbahntunnel soll rasch gebaut werden

Pünktlicher und schneller: ICE-Züge könnten künftig auch unterirdisch zum Frankfurter Hauptbahnhof fahren. Bild: dpa

Die Deutsche Bahn, das Land und die Stadt Frankfurt wollen einen Tunnel für Fernzüge unter der Mainmetropole. Eine Studie zeigt: Engpässe würden aufgelöst und Fahrzeiten verkürzt.

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          Eine im Auftrag der Deutschen Bahn erstellte Machbarkeitsstudie belegt nach Angaben von Bahn-Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla, dass ein Fernbahntunnel unter der Frankfurter Innenstadt den Eisenbahnverkehr in der „zentralen Mobilitäts-Drehscheibe der Republik“ erheblich erleichtern würde. Bei der Vorstellung der Untersuchung am Montag in Frankfurt hob Pofalla hervor, wenn die Deutsche Bahn weitere Fahrgäste gewinnen wolle, müssten ihre Kapazitäten erweitert werden. Dazu diene der Tunnel für zwei Gleise unter Frankfurt. Die Studie belege, dass in Zukunft am Hauptbahnhof 1500 statt 1250 Züge am Tag halten könnten und dass es möglich sei, den Tunnel in dem bisher vorgegebenen Kostenrahmen von 3,6 Milliarden Euro zu bauen. Als weiterer Vorteil des Tunnels gilt, dass sich die Fahrzeiten um etwa sieben Minuten verkürzen würden.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Vorgesehen ist nach den am Montag veröffentlichten Unterlagen der Deutschen Bahn, dass die Tunnelstrecke westlich des Hauptbahnhofs in Höhe des Stadtteils Gallus beginnt. Die Gleise führen dann unter den Bahnhof, und zwar unter dessen Südseite, also die zum Main hin. Dort sollen die Züge in 35 Metern Tiefe auf vier Gleisen halten. Danach schwenkt die Strecke nach Süden und verläuft mehrere Kilometer unterhalb des Mains.

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