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Frankfurter Gründerpreis : Pumpsschoner, Erklärvideos, Wahrscheinlichkeiten

Von 39 Euro an zu kaufen: Heelbopps, mit denen frau auch mit Pfennigabsätzen nicht untergeht. Bild: Unternehmen

Die drei Gewinner des Frankfurter Gründerpreises sind gekürt. Es sind ein Student, eine Designerin und ein alter Hase, der den Preis zum zweiten Mal erhält. Welche drei Ideen konnten überzeugen?

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          Fünf Finalisten, aber nur drei Preisträger: Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat die Gewinner des Frankfurter Gründerpreises 2014 ausgezeichnet. Das Preisgeld betrug insgesamt 30.000 Euro. Der erste Platz ging an die Unternehmergesellschaft Mein Unternehmensfilm von Sven Junglas. Die Ursprungsidee war es, mit wenig Aufwand schöne Filme zu produzieren. Mit optimierten Prozessen und niedrigen Preisen revolutioniere die Firma den Markt, meint der Gründer. Der 24 Jahre alte Student der Wirtschaftswissenschaften nimmt zurzeit ein Urlaubssemester. Er sagt: „Die Firma geht ziemlich durch die Decke.“

          Sofia Dreisbach
          Redakteurin in der Politik.

          95 Prozent der Aufträge seien Animationsfilme, in denen Dinge erklärt würden. Etwa, wie eine Software funktioniere. „Wir müssen zum Fachmann für jedes Thema werden“, sagt Gründerpreis-Gewinner Junglas. Die Kunden seien sowohl Start-up-Unternehmen als auch große Versicherungen. Es kämen etwa fünf Projektanfragen am Tag. Die Herstellung eines Films dauere ungefähr vier Wochen. Bei jedem Schritt sei der Kunde beteiligt, sagt Junglas und fügt hinzu: „Das geht so lange, bis er glücklich ist.“

          Breite Basis für Pfennigabsätze

          Katharina Hermes, Designerin und Zweitplatzierte des diesjährigen Frankfurter Gründerpreises, hat etwas erfunden: die „Heelbopps“. Das sind kleine Kunststoffpyramiden in Farben und Mustern, die über Pfennigabsätze gesteckt werden. Die Hochzeit einer Freundin, ein tolles Sommerkleid und dann „blöde flache Schuhe“, weil die Absätze der Stilettos im Gras versinken. Das sollte der 30 Jahre alten Frau nie mehr passieren.

          „Heelbopps sind wie Schmuck, der das Outfit komplett macht“, sagt Hermes. Trotz der Funktionalität sei in der Planung vor allem das Aussehen wichtig gewesen. Drei Beschäftigte hat das von Hermes vor einem Jahr gegründete Unternehmen. Die Heelbopps werden in der Nähe von Frankfurt hergestellt. „Meine Stärke ist, dass ich mich ständig weiterentwickle“, sagt die Designerin, die vorher für Modemarken in New York und Frankfurt gearbeitet hat. Die Entwürfe der Aufsätze änderten sich je nach Mode. Es gibt sie zum Beispiel mit Kristallsteinchen. In der Standardausstattung kosten sie 39 Euro, mit bestimmten Kristallen 270Euro. Hermes findet: „Die pimpen schon richtig.“

          Airlines und ihre Wettbewerbsfähigkeit

          Der dritte Preis geht an Philipp Goedeking mit der GmbH Avinomics. Der 58 Jahre alte Unternehmer ist zum zweiten Mal Gewinner des Gründerpreises. 2008 machte er mit der inzwischen verkauften Firma Airconomy den zweiten Platz. Auch mit dem neuen Projekt geht es um Fluggesellschaften. Die sind bei Investoren gefürchtet, weil sie als kaum berechenbar gelten, wie Goedeking sagt. Genau das will er mit seiner im Dezember 2012 gegründeten Firma widerlegen: „Das ist ein systematischer Fehler in der Betrachtung von Fluggesellschaften.“

          Mit Hilfe von Mathematik ermitteln Goedeking, drei Partner und drei Mitarbeiter Wahrscheinlichkeiten, die Aussagen über die Wettbewerbsfähigkeit der Airlines zulassen. „Das ist vorher nicht gelungen“, sagt Goedeking. Im Kapitalmarkt werde falsch eingeteilt, zum Beispiel in europäische und amerikanische Fluggesellschaften. „Bei uns ist das Verfahren zehn Umdrehungen komplizierter.“ Genau das sei das Alleinstellungsmerkmal der GmbH.

          Er habe es nie bereut, sich selbständig gemacht zu haben, „im Gegenteil“. Bei Avinomics hätten sie eher Schwierigkeiten damit, die richtigen Leute zu finden. Die Suche nach einem Ökonometriker zum Beispiel habe ein Jahr gedauert.

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