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„Grand Tower“ Frankfurt : Weißer noch als weiß

  • -Aktualisiert am

Abgerundete Sache: Die geschwungenen Balkone gliedern die Fassade des neuen Wohnturms. Hohe Brüstungen sollen Unfälle vermeiden. Bild: Frank Röth

Mit 180 Metern ist der „Grand Tower“ der höchste Wohnturm des Landes. Der jüngste Neuzugang der Frankfurter Skyline ist nicht nur sehr hoch – sondern auch außergewöhnlich schön geworden.

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          Wo, bitte, geht es denn hier zum Strand? Den neuen Wohnturm „Grand Tower“, dessen schneeweiße Fassade über dem Europaviertel leuchtet, würden Architekturliebhaber nicht unbedingt in Frankfurt vermuten. Schon eher an der Atlantikküste von Florida. „In der Sonne verströmt der strahlend weiße Turm regelrecht Miami-Flair. Es wäre schön, wenn man vor dem Gebäude ein paar Palmen aufstellen würde“, schreibt Berlinier im Deutschen Architekturforum. Und auch andere Nutzer der Internetplattform, auf der sich Architekturenthusiasten über das aktuelle Baugeschehen austauschen, überbieten sich regelrecht mit hymnischen Kommentaren: „Schon jetzt eine Ikone in der Skyline“, urteilt Adama. Und MathiasM meint: „Was für ein Geschenk für Frankfurt! Das HH wird auf Ewigkeiten seine Eleganz behalten und ein Hingucker sein!“

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit Prognosen zur Ewigkeit mag man vielleicht zurückhaltender sein. Aber es stimmt: Die an schönen Hochhäusern nicht arme Mainmetropole hat mit dem gerade fertiggestellten, knapp 180 Meter hohen „Grand Tower“ ein besonderes Schmuckstück hinzubekommen. Geschwungene Rahmen aus weiß eloxierten Aluminium-Blechen umfassen die Balkone der einzelnen Wohnungen. Weil die Balkone in einem ausgeklügelten Muster versetzt angeordnet wurden und auch unterschiedlich weit hervorragen, erhält die Außenhaut einen ansprechenden Rhythmus. Die gebogenen Elemente geben der Fassade zudem eine erstaunliche Leichtigkeit. Mit dem Turm hat sich der – leider während der Bauphase gestorbene – Architekt Magnus Kaminiarz postum ein Denkmal gesetzt. Sein früher Tod ist tragisch: Denn was hätte dieser Architekt noch leisten können?

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