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Frankfurter Geschäftsleben : Fitness und mehr am Eschenheimer Turm

Endlich Baulärm an der Berger

An der von Leerstand gezeichneten oberen Berger Straße geht es jetzt mit zumindest einem Bauvorhaben voran. Am ehemaligen Woolworth-Standort rütteln und rattern seit kurzem die Presslufthammer. Das Haus wird komplett entkernt und umgebaut. Wie berichtet, wird die Fitness-Kette Prime Time dort ein Studio über drei Etagen eröffnen. Im Erdgeschoss sind nach Angaben des Stadtplanungsamtes drei Verkaufseinheiten geplant. Immer noch nicht vorwärts geht es dagegen am ehemaligen Saturn-Standort. Vor gut einem Jahr ist der Elektromarkt ausgezogen. Seitdem ist nichts passiert, und die benachbarten Geschäfte klagen über deutliche Umsatzeinbußen. Das Gebäude wird abgerissen und durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Der Bebauungsplanentwurf soll nach Information des Stadtplanungsamtes Anfang nächsten Jahres offengelegt werden. Der weitere Zeitplan ist abhängig davon, wie viele Stellungnahmen dann innerhalb eines Monats - das ist die vorgeschriebene Frist - eingehen und ausgewertet werden müssen. Daher bleibt ein Behördensprecher bezüglich der Prognose für den Beginn der Bauarbeiten vorsichtig. Es sei aber davon auszugehen, dass im Laufe des nächsten Jahres Planungsrecht vorliege.

3D-Druck auf dem Vormarsch

Während sich viele Verbraucher noch fragen, wie die Technik überhaupt funktioniert, schaffen Anbieter von 3D-Druck-Verfahren im stationären Einzelhandel Fakten. Zwei Geschäfte - 3D-Skaper an der Leipziger Straße und nc3d an der Brückenstraße - gibt es bereits. In Kürze wird an der Stiftstraße in der Innenstadt die erste Franchisekette iGo3D eine Filiale eröffnen. Außer Scannern und Druckern namhafter Hersteller verkauft das Geschäft auch Zubehör und Software. Über Ganzkörper-3D-Scanner können sich Kunden vermessen und über Drucksysteme in Miniatur verewigen lassen. Das Unternehmen mit Sitz in Hannover betreibt nicht nur Filialen, sondern beliefert nach eigenen Angaben auch große Versandhäuser und Elektronikhändler.

Bachbäcker statt Glocken-Bäckerei

Die zum Rewe-Konzern gehörende Frankfurter Glocken-Bäckerei hat ihre erst vor zwei Jahren am Grüneburgweg eröffnete und mit einigem Aufwand betriebene 200 Quadratmeter große Vorzeigefiliale „Reinster Backgenuss“ wieder geschlossen. Kunden konnten hier Bäckern bei der Arbeit zusehen und in der Mittagspause herzhafte Suppen und Salate bestellen. Offenbar ist des Konzept mit Investionskosten, die knapp ein Drittel über denen für herkömmliche Filialen lagen, nicht aufgegangen. Offiziell heißt es bei Rewe, aufgrund der strategischen Neuausrichtung der Glocken-Bäckerei fokussiere man sich auf Standorte im Vorkassen-Bereich von Rewe-Supermärkten. Daher habe man die Filiale an das Unternehmen Bachbäcker übergeben, das ist eine Traditionsbäckerei aus Usingen.

Pop-Ups allenthalben

Immer öfter gibt es Geschäfte, die nur vorübergehend mit einem Sortiment in der Geschäftswelt aufschlagen. Bis Ende November verkauft The Listener, Modeboutique von Ardi Goldman mit fester Station in der Ladenzeile Ma, im ehemaligen Tomin-Pavillon an der Berger Straße. Im Bankenviertel, am Taunustor 1, hat die Designerin Dorothee Schumacher den Vertrag für ihren Pop-Up-Store verlängert. Für drei Monate hat der Pelzmodehersteller Rolf Schulte am Rathenauplatz eine Fläche für ein Outlet angemietet.

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