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Fatale Entzündung : Wie Enddarmkrebs gegen Strahlen resistent wird

Enddarmkrebs: Neue Erkenntnisse der Frankfurter Forscher könnten Therapien bald verbessern (Symbolbild). Bild: ZB

Bei manchen Patienten spricht ein Tumor im Enddarm nicht auf eine Radiochemotherapie an. Forscher aus Frankfurt haben vielleicht einen Weg gefunden, das zu ändern.

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          Die Therapie von Enddarmkrebs könnte durch eine Entdeckung verbessert werden, die Forscher des LOEWE-Zentrums Frankfurt Cancer Institute gemacht haben. Die Wissenschaftler um Florian Greten, Claus Rödel und Emmanouil Fokas identifizierten einen Mechanismus, der dazu führt, dass der Tumor schlechter auf Strahlentherapie anspricht.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Am Frankfurter Uniklinikum wird derzeit in einer Studie versucht, Enddarmkrebs ohne Operation zu behandeln. Das erscheint möglich, wenn eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie gut wirkt. Nicht bei allen Betroffenen ist das der Fall, obwohl ihre Tumore keine genetischen Merkmale aufweisen, die das erklären. Um herauszufinden, wie die Resistenz entsteht, haben die Frankfurter Forscher nicht nur die Tumorzellen selbst untersucht, sondern auch das Gewebe, das die Geschwulst umgibt. Dabei stellten sie fest, dass sich Bindegewebszellen an therapieresistenten Tumoren entzündet hatten. Durch die Strahlentherapie verändern sich diese Zellen weiter, was letztlich dazu führt, dass der Krebs widerstandsfähiger wird.

          Hemmten die Wissenschaftler jedoch den entzündungsfördernden Botenstoff Interleukin-1 alpha, wurde der Krebs wieder durch Bestrahlung angreifbar. Der Ansatz wird zurzeit in einer ersten klinischen Studie getestet. Genutzt wird dazu der Interleukin-Hemmstoff Anakinra, der schon für die Behandlung von rheumatoider Arthritis zugelassen ist.

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