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Kranker Fahrdienstleiter : Bahn sieht Störungen als kaum vermeidbar an

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Ein kranker Fahrdienstleiter in Rüsselsheim hat für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen gesorgt (Symbolbild). Bild: dpa

Weil sich ein Fahrdienstleiter kurzfristig krank gemeldet hat, kam es am Frankfurter Flughafen zu zahlreichen Zugausfällen. Nun äußerte sich die Deutsche Bahn zum Vorfall.

          Behinderungen im Bahnverkehr wie nach dem kurzfristigen Krankheitsfall im Rüsselsheimer Stellwerk am Wochenende lassen sich nach Darstellung der Deutschen Bahn kaum vermeiden. Fahrdienstleiter seien speziell für bestimmte Stellwerke und deren Besonderheiten geschult, sagte ein Bahnsprecher am Montag in Frankfurt. Es gehe beispielsweise darum, das Gleisbild vor Ort bestens zu kennen, denn Sicherheit gehe stets vor. Daher könne nicht einfach ein Mitarbeiter aus einem anderen Stellwerk einspringen.

          Am Sonntag hatte sich der Bahn zufolge ein Mitarbeiter des Rüsselsheimer Stellwerks kurzfristig krank gemeldet. Daraufhin konnten mehrere Stunden lang zahlreiche Fernzüge den Frankfurter Flughafen und den Mainzer Hauptbahnhof nicht anfahren. Betroffen waren ICE- und IC-Züge auf der Strecke Frankfurt-Mainz. Der Fernverkehr zwischen Frankfurt und Koblenz wurde umgeleitet. Die S-Bahnen fuhren, aber nicht zwischen Raunheim und Mainz-Bischofsheim.

          Die Störung hatte etwa um 6.00 Uhr am Sonntagmorgen begonnen. Bis um 15.00 Uhr habe sich ein Kollege gefunden, der eingesprungen sei, sagte der Bahnsprecher. Die Bahn verwies auf eine Einstellungsoffensive, wonach im ersten Quartal 650 angehenden Fahrdienstleitern eine Einstellungszusage gegeben worden ist. Sie müssten noch ausgebildet werden, sagte der Bahnsprecher. Auf eine Grundausbildung folge die Spezialausbildung für ein Stellwerk.

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