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Frankfurter Flughafen : Nordwestlandebahn im Juli wieder in Betrieb

Abgestellte Maschinen: Der Verkehr am Frankfurter Flughafen soll bald erhöht werden. Bild: Wonge Bergmann

Die Pandemie hat den größten Flughafen Deutschlands in Frankfurt stark mitgenommen. Mit den einsetzenden weltweiten Lockerungen wird der Verkehr langsam wieder erhöht. Das betrifft auch die noch stillgelegte Nordwestlandebahn.

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          Die derzeit noch als Abstellplatz für nicht benötigte Flugzeuge der Lufthansa genutzte Landebahn Nordwest des Frankfurter Flughafens geht wieder in Betrieb. Das teilte die Deutsche Flugsicherung bei der ersten Sitzung der Fluglärmkommission seit Beginn der Covid-19-Krise mit. Das wird den Angaben zufolge voraussichtlich Mitte Juli der Fall sein. Die vierte Piste soll aber zunächst nur in reduziertem Umfang eingesetzt werden.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Wenn die Nordwestlandebahn wieder genutzt wird, endet die Phase, in der der Frankfurter Flughafen bei Westbetrieb allein über die Einflugschneisen Hanau, Offenbach, Neu-Isenburg angesteuert wurde und bei Ostbetrieb über Mainz, Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim, Rüsselsheim und Raunheim. Von Juli an soll also der Fluglärm wieder stärker regional verteilt werden. Damit wird es auch im Frankfurter Süden und in Flörsheim wieder lauter.

          Die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) und Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau forderten in ersten Reaktionen, die Nordwestlandebahn nicht oder noch nicht wieder in Betrieb zu nehmen. Das würde bedeuten, dass weiterhin der gesamte Verkehr auf dem alten Parallelbahnsystem des Flughafens abgewickelt würde.

          Thomas Jühe (SPD), Vorsitzender der Kommission und Bürgermeister von Raunheim, appellierte an die Branche, die Chance zu nutzen, die in der dramatischen Covid-19-Krise liege, und mit dem Neustart einen modernen und zukunftsfähigen Luftverkehr zu organisieren. Es bestehe jetzt die historische Chance für ein Umdenken hin zu einem nachhaltigen Luftverkehr, ohne dabei erheblichen ökonomischen Schaden zu verursachen, sagte Jühe.

          Wegen sich häufender Beschwerden über Nachtflüge berichtete die hessische Fluglärmschutzbeauftragte des Landes Hessen, Regine Barth, über den tatsächlichen Umfang und die Gründe der Nachtflugbewegungen. Barth zufolge handelte es sich vor allem um Flüge mit Ausnahmegenehmigungen, um gestrandete Urlauber zurückzuholen, sowie um Flüge zur Beschaffung dringend benötigter medizinischer Produkte wie Atemschutzmasken und dergleichen. Barth hob hervor, dass die Zahl von Nachtflügen zuletzt jedoch wieder deutlich reduziert worden sei.

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