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Neue Frankfurter Arena : Hoffnung für „The Dome“

Luft-Schloss: So könnte die am Flughafen geplante Multifunktionsarena zwischen der Autobahn 3 (oben) und der Bundesstraße 43 aussehen. Bild: dpa

Am Frankfurter Flughafen soll eine Multifunktionsarena entstehen. Auf Druck der SPD-Fraktion ist es nun zu einem Treffen mit dem Investor gekommen. Doch es gibt zwei Konkurrenzprojekte.

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          Nach einem Treffen mit dem Investor der Multifunktionsarena „The Dome“, die am Flughafen entstehen soll, zeigt sich die SPD-Fraktion im Frankfurter Römer angetan von dem Projekt. „Das war eine interessante Präsentation, die sehr gut vorbereitet war“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Busch. Man werde die umfangreichen Dokumente jetzt prüfen und das Bauprojekt bewerten. Zwar gebe auch am Flughafen „Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten“, sagte Busch. Doch könne sich ihre Fraktion nun ein präzises Bild machen.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zu dem Treffen am Montag hatte Sportdezernent Markus Frank (CDU) eingeladen, nicht zuletzt auf Druck der SPD-Fraktion. Im vergangenen November hatte Busch den Stadtrat aufgefordert, das Projekt einer Arena am Flughafen enger zu begleiten und sich nicht nur auf das städtische Projekt am Kaiserlei zwischen Frankfurt und Offenbach zu konzentrieren. „Da muss man doch zumindest mal darüber reden“, hatte Busch damals gesagt.

          Konkurrenzprojekt am Kaiserlei

          Seit vergangenem Sommer gibt es in Frankfurt zwei Konkurrenzprojekte. Am Kaiserlei soll aufgrund einer schon älteren europaweiten Ausschreibung eine bis zu 150 Millionen Euro teure Arena für 13.000 Zuschauer entstehen, in der Konzerte und Sportveranstaltungen stattfinden können. Das Projekt soll auf städtischem Grund verwirklicht werden, Investor ist das französische Unternehmen Langano, das zur französischen Lagardère-Gruppe gehört.

          Am Flughafen dagegen will ein Konsortium mit der kanadischen Katz Group im Rücken für rund 330 Millionen Euro eine Arena für etwa 23.000 Zuschauer, ein Hotel mit 250 bis 300 Zimmern und eine kleinere Halle für bis zu 4500 Zuschauer bauen. Der Investor möchte dazu ein brachliegendes Areal der FraportAG nutzen.

          An dem Treffen am Montag im Sportdezernat nahmen auch Fraktionsvertreter von CDU und Grünen teil, Baudezernent Jan Schneider (CDU) war ebenfalls zugegen. Während sich Schneiders Sprecher mit Verweis auf das zuständige Sportdezernat nicht äußerte, teilte CDU-Fraktionschef Nils Kößler mit, die Präsentation sei zwar „sehr interessant“ gewesen, habe aber über das Bekannte hinaus „nicht viel Neues“ geboten. Er nehme daher weiterhin an, dass zunächst das Prüfverfahren „zu dem verbindlich vorgelegten, erfolgversprechenden Angebot der Lagardère-Gruppe für das Kaiserlei-Grundstück geordnet und rechtssicher vom Magistrat abgeschlossen“ werde. Eine Multifunktionsarena in der geplanten Größe fehle in Frankfurt, sagte Kößler. Er sei „zuversichtlich, dass bald eine richtungsweisende Entscheidung fällt“.

          „Es ist wichtig, dass es jetzt vorangeht“

          Die Sprecherin des Sportdezernats äußerte sich zurückhaltend. Bei dem Treffen habe es viele Fragen zu den Realisierungschancen der Arena am Flughafen gegeben. Ein weiteres Treffen sei nicht geplant. Die Stadt sei auch nicht am Zug, da es nicht um ein städtisches Grundstück gehe. Sie rechne damit, dass die Stadtverordneten vor der Sommerpause eine Vorlage bekämen, auf deren Grundlage sie über das Projekt am Kaiserlei entscheiden könnten. SPD-Politikerin Busch kündigte an, sich eine solche Vorlage „sehr grundsätzlich“ anzuschauen. Sie empfehle Frank, mit einem solchen Dokument „nicht kurz vor knapp“ zu kommen, denn eine Prüfung werde viel Zeit kosten.

          Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jessica Purkhardt, die wegen einer Reise nicht an dem Treffen teilnehmen konnte, sagte: „Es ist wichtig, dass es jetzt vorangeht. Wir müssen die Multifunktionsarena noch in dieser Wahlperiode auf den Weg bringen.“ In Kürze werde es ein weiteres Treffen mit Vertretern von Langano geben. „Wir nähern uns der Entscheidungsreife.“

          Michael Felka, Architekt von „The Dome“, teilte nach dem Treffen mit: „Uns wurden viele Fragen gestellt, wir konnten alle beantworten und mit Konzepten, Gutachten und vielem mehr belegen.“ Bis jetzt hätten die Initiatoren des Projekts zwei Millionen Euro investiert.

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