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Frankfurter Flughafen : EU versetzt Arbeiter in Rage

Weil Verdi das Bodenpersonal über neue EU-Pläne informiert, ist am Montag im Flugverkehr mit Behinderungen zu rechnen - auch am Frankfurter Flughafen. Bild: dapd

Die EU-Kommission will Bodendienste an Flughäfen neu regeln. Die Gewerkschaft Verdi fürchtet Lohndumping und eine massive Bedrohung von Jobs.

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          Ein Entwurf der EU-Kommission zur Neuregelung der Bodendienste an Flughäfen sorgt für Aufregung. Die Gewerkschaft Verdi und Betriebsräte wollen daher die Vorfeldmitarbeiter an etlichen Flughäfen, darunter in Frankfurt, München, Nürnberg, Stuttgart, Köln und Berlin, am Montag in Betriebsversammlungen informieren. Mit Verzögerungen im Flugverkehr ist deshalb zu rechnen. Der Entwurf hat zum Ziel, mehr Anbieter von Dienstleistungen wie dem Be- und Entladen von Jets auf das Vorfeld der Flughäfen zu bringen. Verdi fürchtet eine massive Bedrohung von Jobs, Lohndumping und ein erhöhtes Risiko bei den Bodenverkehrsdiensten.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Verzögerungen im Flugverkehr möglich

          In Frankfurt hatten sich die Unternehmensleitung der Fraport AG und Gewerkschafter 2009 nach monatelangen Auseinandersetzungen darauf geeinigt, die defizitäre Bodenverkehrssparte im Unternehmen zu halten. Dafür hatten die Mitarbeiter Gehaltseinbußen von bis zu zehn Prozent hingenommen. Fraport sollte so die Einsparung von 24 Millionen Euro allein bei den Personalkosten innerhalb von fünf Jahren ermöglicht werden.

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