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Frankfurter FDP : Partei der Klischees?

Wählte früher die Grünen: FDP-Fraktionsvorsitzende Annette Rinn Bild: Wonge Bergmann

Die Frankfurter FDP ringt um ihre Rolle in einer möglichen Koalition im Römer. Wie nah sind sich die Liberalen und die Grünen?

          4 Min.

          Was waren das noch für Zeiten, als sich Guido Westerwelle und Joschka Fischer mit Sticheleien überzogen. Und Rainer Brüderle die Grünen als „moderne Jakobiner“ bezeichnete, als Vertreter einer „Verbotsrepublik“, dabei irrlichternd und ideologisch („Mao trifft Dosenpfand“).

          Martin Benninghoff
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Solche Scharmützel zwischen FDP- und Grünen-Politikern wirken aus der Zeit gefallen, nicht erst, seit sich die beiden Parteichefs Christian Lindner und Robert Habeck duzen. Im kleineren Kosmos der Kommunalpolitik kennen sich die Akteure ohnehin und haben schon zusammengearbeitet. In der künftigen Rathauskoalition im Frankfurter Römer sitzen die Liberalen wohl mit den Grünen wieder am Tisch – und mit der SPD sowie Volt. Die FDP-Mitglieder haben der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit einer satten Mehrheit von 94,3 Prozent zugestimmt. Selbst die kritischen Geister, die der Regierungsbeteiligung in einem eher linken Bündnis in Frankfurt skeptisch entgegensehen, wollen die Details des Koalitionsvertrags abwarten, bevor gemeckert wird. Die Parteibasis soll dann noch einmal abstimmen. Von grundsätzlichen Vorbehalten keine Spur, die FDP will regieren, so viel ist sicher. Aber wie nah sind sich die Liberalen und die Grünen eigentlich?

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