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Frankfurter Bürgerhospital : Frühchen stirbt infolge von Infektion

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Nimmt bis auf weiteres keine Frühchen mehr auf: Frankfurter Bürgerhospital Bild: Florian Sonntag

Ein zu früh geborener Säugling ist im Frankfurter Bürgerhospital einer Blutinfektion erlegen. Dies bestätigte das Krankenhaus. Bis auf weiteres werden keine Frühgeborenen dort aufgenommen, wie es heißt.

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          Nach einer Infektion mit einem Darmkeim ist ein frühgeborener Junge im Frankfurter Bürgerhospital gestorben. Der Säugling sei am 19. Dezember akut erkrankt und innerhalb weniger Stunden gestorben, teilte eine Klinik-Sprecherin mit. Sie bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Neuen Presse“. Der Junge sei am 6. Dezember in der 25. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen und wog nur 770 Gramm. „Der Gesundheitszustand des Jungen hat sich am Abend des 19. Dezember rapide verschlechtert. Er konnte nicht mehr allein atmen“, sagte die zuständige Oberärztin der Klinik für Neonatologie, Silke Ehlers. Die behandelnde Ärztin habe daraufhin alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet. „Aber auch nach der Behandlung mit Antibiotika hat sich sein Zustand verschlimmert“, berichtete Ehlers. Der Kleine sei in den frühen Morgenstunden an einer Blutinfektion gestorben.

          „Wir wissen derzeit noch nicht, wie der Keim auf die Station gelangen konnte“, sagte der Ärztliche Direktor Oliver Schwenn am Freitag in Frankfurt. Vorerst nimmt die Klinik keine weiteren Frühchen mehr auf. Da die Behandlung mit Antibiotika keine Wirkung zeigte, gehen die Ärzte davon aus, dass es um einen multiresistenten Keim geht. Es handele sich um einen Keim des Typs „Enterobacter“, die genaue Art sei noch unklar, sagte Schwenn. Man gehe davon aus, dass sich das Frühchen nach der Geburt damit infiziert habe. Bei einer Routineuntersuchung zwei Tage vor dem Tod sei der Keim noch nicht nachgewiesen worden.

          Derzeit werde die Intensivstation untersucht. Bei den drei anderen Frühchen sei ein Keim gefunden worden, der Ähnlichkeiten mit dem aufweise, an dem der Junge gestorben sei. Bei den Dreien sei bisher jedoch nur eine Besiedelung und keine Infektion festgestellt worden. Sie seien nicht gefährdet, jedoch vorsorglich isoliert worden, sagte der Direktor. Insgesamt befinden sich seinen Angaben nach sechs Frühchen auf der Station. Die Klinik geht davon aus, dass sich das Kind nach der Geburt mit dem Keim infiziert hat. Derzeit werde die Intensivstation untersucht. Bis auf weiteres werden keine Frühgeborenen dort aufgenommen.

          In den vergangenen Jahren gab es in deutschen Kliniken mehrere Fälle von toten Babys, bei denen eine Infektion mit Keimen als Todesursache angenommen wurde. Im Klinikum Bremen-Mitte starben 2011 drei frühgeborene Babys vermutlich an einem multiresistenten Darmkeim. In diesem Frühjahr hatte eine Infektionswelle unter Frühchen in Wiesbaden für Aufsehen gesorgt.

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