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Kooperation abgelehnt : Buchmesse spielt nicht mit der Musikmesse

Buch- und Musikmesse sollen 2021 laut aktueller Planung zeit gleich auf dem Messegelände stattfinden. (Symbolbild) Bild: Victor Hedwig

Auch wenn beide Veranstaltungen im nächsten Herbst parallel auf dem Frankfurter Messegelände stattfinden werden - eine Zusammenarbeit zwischen Buch- und Musikmesse kommt für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels nicht in Frage.

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          Die Buchmesse wird im Herbst 2021 nicht mit der Musikmesse zusammenarbeiten. „Eine solche Kooperation wird es nicht geben“, sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, am Mittwoch auf der Wirtschaftspressekonferenz des Branchenverbands, der die Bücherschau veranstaltet. Der zwischen Börsenverein und Buchmesse geschaltete Aufsichtsrat der Wirtschafts-Holding des Verbands habe diese Haltung gegenüber den Organisatoren der Bücherschau bekräftigt.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Pläne für ein Zusammengehen der Buchmesse mit der von der Messe Frankfurt veranstalteten Musikmesse sowie für ein gemeinsames Begleitfestival und einen internationalen Kreativwirtschaftskongress hatten in der Buchbranche zu Verärgerung geführt. Nach wie vor soll die von der Messe Frankfurt eigens in den Herbst verlegte Musikmesse im Oktober 2021 während der Buchmesse auf dem Messegelände stattfinden.

          Auf die Buchmesse im Herbst 2020, die trotz der Corona-Pandemie stattfinden soll, setzt die Branchenspitze aufgrund krisenbedingter Umsatzeinbrüche. „Es ist ein wichtiges Signal, dass wir sie nicht abgesagt haben“, sagte Börsenvereins-Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs: „Es braucht Events um das Buch.“ Nach Angaben des Börsenvereins sank der Umsatz der deutschen Buchhandlungen während der Schließung des Einzelhandels im März und April um knapp 66 Prozent. Der Umsatz der deutschen Verlage schrumpfte in dieser Zeit um fast 31 Prozent. Seitdem hat sich die Branche durch gute Verkaufszahlen wieder etwas erholt. Nach den ersten sechs Monaten des Jahres weisen Verlage und Buchhandel zusammen nur noch ein Umsatzminus von 8,3 Prozent aus. Bedrohlicher ist der Rückgang der Buchkäufer. Ihre Zahl sank 2019 um 3,5 Prozent auf 28,8 Millionen. 

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