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Letzter Trost : Ausbildung für muslimische Sterbebegleiter

  • -Aktualisiert am

Weg aus der Trauer: Rabia Bechari und Ahmed Douirani vom Verein „Barmherzige Begleitung“ Bild: Michael Kretzer

Ein Frankfurter Ehepaar möchte eine muslimische Sterbebegleitung etablieren und bietet dafür Ausbildungskurse an. Das Konzept ist in Deutschland einzigartig.

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          Ein muslimisches Hospiz zu gründen – das ist der große Traum von Ahmed Douirani und Rabia Bechari. Den ersten Schritt auf diesem langen Weg hat das Ehepaar schon unternommen. Douirani und Bechari haben den Verein Barmherzige Begleitung gegründet, über den sie schon bald eine Ausbildung zum muslimischen Sterbebegleiter anbieten wollen.

          „Uns geht es darum, dass wir allen Menschen eine würdevolle Begleitung bieten können“, sagt Bechari. „In den letzten Stunden ihres Lebens wollen die Leute oft in ihrer Muttersprache reden.“ Zudem hätten viele das Bedürfnis, glaubenstypische Riten zu erfahren, berichtet die 43 Jahre alte Offenbacherin. Sie habe während ihrer Arbeit als Krankenhausseelsorgerin die Erfahrung gemacht, dass Sterbende vor ihrem Tod oft über ihre Religion sprechen wollten. All das ist ihrer Ansicht nach für Ehrenamtliche, die keine Muslime sind oder sich nicht ausreichend mit dem islamischen Glauben auskennen, nur schwer zu leisten.

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