https://www.faz.net/-gzg-78hri

Frankfurter „Bierkönig“ obduziert : Starke Medikamente in Schubert-Leiche

  • Aktualisiert am

Hatte laut Gerichtsmedizinern zum Zeitpunkt seines Todes starke Medikamente im Körper: Bruno H. Schubert, hier eine Aufnahme von 2008 Bild: dpa

Woran der als Frankfurter „Bierkönig“ bekannt gewordene Bruno H. Schubert gestorben ist, bleibt offen. Allerdings haben Gerichtsmediziner in dem exhumierten Leichnam zwei starke Arzneien gefunden, wie die Staatsanwaltschaft sagt.

          1 Min.

          Der Tod des sogenannten Frankfurter Bierkönigs Bruno H. Schubert ist auch nach zweieinhalb Jahren nicht vollständig geklärt. Gerichtsmediziner hätten in der Leiche Schuberts Spuren von zwei starken Beruhigungs- und Schmerzmitteln gefunden, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

          Der Verdacht gegen die Witwe Schuberts, seinen Arzt und seinen Anwalt sei damit weder erhärtet noch ausgeräumt. Gegen die drei wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

          Leiche im Mai 2012 exhumiert

          Schubert, ehemaliger Eigentümer der Henninger-Brauerei, war im Oktober 2010 im Alter von 90 Jahren gestorben. Im Mai 2012 war seine Leiche exhumiert worden, um die Todesursache zu klären. Spekuliert wurde unter anderem, ob Schubert in seinen letzten Tagen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wurde.

          Es solle nun in einem Gutachten untersucht werden, ob die entdeckten Medikamente - beide unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz - ärztlich indiziert gewesen seien, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Danach müsse geklärt werden, wer die Mittel verabreicht habe.

          Weitere Themen

          Der neue alte Goetheturm Video-Seite öffnen

          Er steht wieder : Der neue alte Goetheturm

          Nach einem Brandanschlag im Jahr 2017 wurde der Goetheturm in Frankfurt nun wieder errichtet. Der neue Turm soll diesmal robuster sein und somit auch Feuer standhalten können.

          Topmeldungen

          Spanien in der Corona-Krise : Warum die Zahlen in Spanien wieder ansteigen

          Nirgendwo in Westeuropa gibt es so viele Neuinfektionen wie in Spanien – und das, obwohl nahezu überall Maskenpflicht herrscht und die Behörden wieder Ausgangssperren verhängen. Nun warnt das Auswärtige Amt auch vor Reisen nach Madrid.

          Putins Corona-Politik : Der Impfstoff-Murks aus Moskau

          Putin hat mit der Zulassung des weltweit ersten Corona-Impfstoffs vielleicht seinen Sputnik-Moment, doch Sektkorken knallen keine. Das rücksichtslose politische Manöver kann der Impfstoffentwicklung weltweit schaden.
          Mike Pompeo und seine Frau Susan bei der Ankunft am Prager Flughafen am 11. August

          Zum Auftakt der Europareise : Pompeo erhält eine deutliche Botschaft

          Der amerikanische Außenminister besucht in dieser Woche vier europäische Länder. Es geht um Truppenstationierungen und um China. Gleich zu Beginn kommt aus Moskau deutliche Kritik: vom deutschen Außenminister.

          Erster Meiler : Streit um ein Atomkraftwerk in Belarus

          Minsk steckt in der größten politischen Krise seit der Unabhängigkeit. Ausgerechnet jetzt will das Land das erste Kernkraftwerk in Betrieb nehmen. Ein Nachbarland sieht eine Gefahr für die nationale Sicherheit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.