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Frankfurter Ausstellung eröffnet : Der ganze Dürer soll es sein

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Nun ist die große Dürer-Ausstellung im Frankfurter Städel-Museum eröffnet. Die Schau vereint 280 Werke des Nürnberger Meisters und seines Umfelds. Sie dürfte sich als Publikumsmagnet erweisen. große Dürer-Ausstellung

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          Die „Betenden Hände“ durften nicht nach Frankfurt. Albrecht Dürers berühmtes, fast zu Tode reproduziertes Motiv gehört zu den Zeichnungen, mit denen der Meister aus Nürnberg den Heller-Altar vorbereitet hat. Die Mitteltafel des von 1507 bis 1509 entstandenen Werks zeigt die Marienkrönung, während auf den Flügeln zwei Heilige sowie die Stifter Jakob Heller und Katharina Melem zu sehen sind. Einst stand der Altar in der Frankfurter Dominikanerkirche, wurde im 18. Jahrhundert aber zerlegt. Seither sind die Einzelteile auf die Sammlungen der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, des Frankfurter Historischen Museums und des Städel verteilt. Die Mitteltafel war nach München gegangen, später aber einem Brand zum Opfer gefallen. Glücklicherweise hatte Jobst Harrich zuvor eine Kopie angefertigt, die das Original nun ersetzt.

          Der wiedervereinte Altar bildet das Herzstück der Ausstellung „Dürer – Kunst, Künstler, Kontext“, die am Dienstagabend im Städel eröffnet wurde. 280 Exponate, von denen zweihundert von Dürer stammen, illustrieren den „ganzen Dürer“, mithin seine Bedeutung für die deutsche Malerei und Grafik, aber auch den Einfluss der italienischen Renaissance auf seine Arbeit und seine Wirkung auf andere Künstler, etwa in den Niederlanden.

          Plastisch: Für Dürers „Betende Hände“ sind die ebenfalls in Vorbereitung des Heller-Altars entstandenen Füße ein würdiger Ersatz. Bilderstrecke

          Die „Betenden Hände“ indes, die sich im Besitz der Wiener Albertina befinden, wurden gerade in Washington ausgestellt und sind viel zu fragil, um schon wieder auf Reisen zu gehen. Darüber wacht in Wien sogar der Denkmalschutz. Womöglich würden sie aber auch nur ablenken von den ebenfalls in Vorbereitung auf den Heller-Altar gezeichneten, ebenso virtuos angelegten und durch eine geradezu haptische Plastizität bestechenden Füßen.

          Bis 2. Februar 2014 im Frankfurter Städel-Museum. Ausführliche Besprechungen der Ausstellung folgen im Feuilleton der F.A.Z. am 25. Oktober und in einer Beilage zur Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 27. Oktober.

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