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Votum der Kulturdezernentin : Zwei Neubauten für Städtische Bühnen Frankfurt

Blick in den Zuschauerraum der Oper Frankfurt von der Bühne aus Bild: Michael Kretzer

Die Zukunft von Oper und Schauspiel in Frankfurt nimmt Gestalt an: Die Kulturdezernentin spricht sich für zwei getrennte Neubauten aus.

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          Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) spricht sich dafür aus, Oper und Schauspiel in Neubauten unterzubringen. Eine Sanierung der Theaterdoppelanlage sei weder zukunftsfähig noch nachhaltig, sagte die Stadträtin bei der Vorstellung von vier Varianten für die bauliche Zukunft der Städtischen Bühnen am Donnerstag im Deutschen Architekturmuseum. Sie wisse, dass der Abschied von dem Gebäude, in dem sich viele Frankfurter ästhetisch hätten erziehen lassen, schwer fallen werde. Eine gehobene Sanierung würde nach Angaben der Dezernentin rund 920 Millionen Euro kosten, für die Errichtung von zwei Neubauten an unterschiedlichen Standorten wären 809 Millionen Euro einzuplanen. Die F.A.Z. hatte vorab darüber berichtet.

          Matthias Alexander

          Redakteur im Feuilleton.

          Nach Aussage der Dezernentin sollte eine Sparte auf dem bisherigen Standort am Willy-Brandt-Platz bleiben, denn dort schlage das Herz der Stadt. Zudem sei die Verkehrsanbindung sehr gut. Für die andere Sparte solle ein Areal möglichst in unmittelbarer Nähe gefunden werden. Ohne ein einzelnes Grundstück zu erwähnen, sprach Hartwig von einer Fläche an den Wallanlagen. Aber auch die Umgebung des Bockenheimer Depots komme in Frage.

          Keine Interimsbühne

          Die Kulturdezernentin sagte, es werde deutlich günstiger, wenn zunächst ein Neubau für die Oper entstünde, da in diesem Fall für das Musiktheater keine Interimsbühne errichtet werden müsste. Diese wäre aufgrund der Größe teurer als ein Provisorium für das Sprechtheater.

          Hartwig machte deutlich, dass sie das bisher vom Unternehmen Raab Karcher genutzte Areal am Osthafen für ungeeignet hält. Das Umfeld sei nicht urban, zudem sei das Areal nicht an den Bus- und Bahnverkehr angebunden. Das Raab-Karcher-Areal wird von der CDU bevorzugt, die den Standort am Willy-Brandt-Platz aufgeben und einen Neubau an anderer Stelle errichten möchte.

          Für Planung und Bau der Neubauten veranschlagt Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der Stabsstelle Zukunft der Städtischen Bühnen, etwa acht Jahre. Wenn sich die Kommunalpolitik zügig entscheide, könnten die Neubauten also noch in diesem Jahrzehnt fertiggestellt werden.

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