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Zwangsarbeit in Frankfurt : Erinnerung an das KZ Katzbach

Die Stadt Frankfurt will auf dem Gelände der Adlerwerke eine Gedenkstätte errichten. Bild: Manz, Florian

In den früheren Adlerwerken soll über die Zwangsarbeit in der Nazizeit aufgeklärt werden. Der Magistrat hat der Einrichtung der Erinnerungsstätte am Freitag zugestimmt.

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          Mehr als 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs will die Stadt einen festen Gedenkort für die im Konzentrationslager Katzbach ausgebeuteten und getöteten Zwangsarbeiter einrichten – „endlich“, wie die Beteiligten bei der Vorstellung der Pläne sagten. Die Erinnerungsstätte soll dort entstehen, wo von August 1944 bis März 1945 mehr als 1600 Menschen unter grausamen Bedingungen für die Kriegsmaschinerie der Nationalsozialisten schuften mussten: in den ehemaligen Adlerwerken im Gallus.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Magistrat hat der Einrichtung der Erinnerungsstätte am Freitag zugestimmt. Nach den Worten von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) mietet die Stadt etwa 160 Quadratmeter in der früheren Fabrik. Das Konzept für den Ort des Gedenkens und der Bildungsarbeit werde im Lauf des Jahres erarbeitet, nach Möglichkeit solle die Eröffnung noch in diesem Jahr, spätestens aber nächstes Jahr folgen. Es sei an die Ausstellung von originalen Zeugnissen der Zwangsarbeit gedacht – etwa Kleidungsstücken, Zeichnungen und Notizen von Häftlingen –, es werde aber auch Texte und digitale Formen der Wissensvermittlung geben. Grundlage sei die von der Historikerin Andrea Rudorff verfasste Studie, die durch weitere Arbeiten fortgeführt werden solle.

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