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Zoo Frankfurt : Ein Gorilla zum Knutschen

  • Aktualisiert am

Bild: Lena Grimm

Quembo ist der unangefochtene neue Liebling im Frankfurter Zoo. Am Mittwoch wurde der kleine Menschenaffe der begeisterten Öffentlichkeit vorgestellt - und sorgte schon für einigen Trubel.

          Es wimmelt vor Kamerateams im Borgoriwald. Wieder einmal. Zwei Jahre ist es her, als Silberrücken Viatu der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Seitdem war er der wohl meist fotografierte Menschenaffe im Zoo. Nun gibt es jemanden, der ihm künftig die Show stehlen wird: Quembo, der kleine Gorillajunge – Viatus Sohn. Er wird von seiner Mutter Dian ins Affenhaus getragen. Der Kleine hat sich fest in Mamas Bauchfell verkrallt und fühlt sich sichtlich wohl. Quembo ist gerade mal zweieinhalb Wochen alt, wurde aber erst gestern offiziell vorgestellt. Zoodirektor Manfred Niekisch sagt: „Versteckt haben wir das Äffchen nicht. Einige Besucher waren schon erstaunt, dass da auf einmal ein Baby im Gorillahaus ist.“

          Die Gorillas kümmert es wenig, dass sich so viele Schaulustige vor die Glasscheibe drängen: Dian wühlt im Affenhaus Stroh zusammen, und wirft es auf einen Haufen. Dann schnappt sie ihr Söhnchen und kuschelt sich mit ihm in das weiche Nest. Am 20. Dezember kam Quembo zur Welt – auf den Tag genau 12 Jahre später als Vater Viatu. Der mächtige Silberrücken bringt inzwischen eine viertel Tonne auf die Waage. Bis zu 35 Kilogramm fressen er und seine Artgenossinnen am Tag: kein Fleisch, nur Gras, Schilf und Sellerie. Eine Schwangerschaft ist auch für Gorillakenner optisch kaum erkennbar, denn in den wohlgenährten Gorillabäuchen fallen die Kleinen nicht weiter ins Gewicht. Auch Quembo wirkt geradezu winzig und verschwindet fast in den Pranken von Mutter Dian.

          Die Zoo-Mitarbeiter hatten bei Routineuntersuchungen dennoch herausgefunden, dass Dian Mutter werde, verrät Niekisch. Die Freude war groß. „Es ist ihre erste Geburt, und mit 22 Jahren ist sie auch nicht mehr die Jüngste.“ Die Gorillamutter habe den kleinen Quembo nach der Geburt stolz präsentiert und vor Freude Purzelbäume geschlagen, sagt der nicht weniger stolze Zoodirektor. Ebenfalls zur Familie gehören die etwas ältere Affendame Julchen, die es an diesem Vormittag eher ruhig angehen lässt, sowie Rebecca. Sie hat bereits acht Kinder groß gezogen, und hilft der jungen Mutter Dian, wo es geht.

          Schon 26 Nachwuchs-Äffchen im Zoo

          Der Zoo ist bekannt für seine erfolgreiche Gorillazucht: 26 kleine Äffchen erblickten hier schon das Licht der Welt. Der kleine Quembo bleibt vorerst in Frankfurt, mindestens, bis er acht Jahre alt ist. Dann wird er als angehender Silberrücken seine eigene Gorillafamilie führen. Doch bis der Kleine silbrig wird, ist er einfach nur goldig.

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