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Zirkus Krone : „Die Pferde sind mein Leben“

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Pferdeprinzessin: Jana Lacey-Krone spielt in der Liebesgeschichte „Mandana“ von Zirkus Krone die weibliche Hauptrolle. Bild: Zirkus Krone

Krone-Direktorin Jana Lacey-Krone dressiert weiße Araber, schwarze Nonius-Hengste und goldfarbene Falben. Von allen Tieren seien Pferde am schwierigsten zu trainieren. Wie es geht, erklärt sie während einer Probe.

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          Ihr erster Weg am Morgen führt zu den Pferden. Sind alle auf den Beinen? Fressen sie? Gibt es Anzeichen für eine Krankheit? „Die Tiere sind mein Leben“, sagt Jana Lacey-Krone, seit zwei Jahren Direktorin des Zirkus Krone und als „Pferdeprinzessin“ die weibliche Hauptdarstellerin in der Show „Mandana“. Aus dem Mienenspiel jedes einzelnen Tieres könne sie ablesen, wie es ihm gehe, sagt sie. Jetzt steht die Einundvierzigjährige in der Manege und leitet wie fast jeden Morgen die Pferdeprobe. Gerade aber klingelt ihr Handy. Ein wichtiger Anruf. Als Direktorin muss Jana Lacey dauernd Neigung und Pflicht unter einen Hut bringen. Dieses Mal obsiegt die Pflicht: Die Direktorin unterbricht das Training kurz, um telefonisch eine Anweisung zu geben.

          An diesem Morgen übt Lacey-Krone mit ihren zehn schwarzen Nonius-Hengsten aus Ungarn schon die Nummer ein, die sie im Winterprogramm im Krone-Bau in München zeigen wird. Je fünf Tiere laufen in einer Reihe. Auf eine kurze Anweisung von Jana hin dreht sich die eine Gruppe um 180 Grad und läuft nun der anderen Gruppe entgegen. Das zählt mit zu den schwierigsten Pferdetricks, denn das Entgegenlaufen entspricht nicht dem Instinkt von Herden- und Fluchttieren. Ihre Anweisungen gibt die Pferdefrau mit der Stimme und mit der Peitsche, ihrem „verlängerten Arm“, wie sie dieses Werkzeug nennt. Tatsächlich trägt sie in beiden Händen eine Peitsche. Sie dienen natürlich nicht zum Schlagen der Tiere – das würde die Zirkuschefin nie tun – ,sondern zum Dirigieren der Hengste. Warum nur Hengste? Das mache die Haltung der Tiere einfacher, weil es keine Kämpfe um die Stuten gebe, erläutert Lacey-Krone.

          Pferde sind das Markenzeichen des Zirkus Krone. Christel Sembach-Krone, die vor zwei Jahren verstorbene Patronin des Unternehmens, ist eine echte Pferdeflüstererin gewesen. Von ihr, der Adoptiv-Mutter, hat Jana alles über Pferde gelernt. Mit drei Jahren stand sie zum ersten Mal mit einem Pony in der Manege. Mit neun absolvierte sie ihre erste Hohe Schule – auf einem Lipizzaner. Mit zwölf bekam sie den ersten Applaus für eine Freiheitsdressur, wie im Zirkus die Pferdenummern ohne Reiter heißen. Seit ihrem 14. Geburtstag steht sie mehr oder weniger täglich bei den Krone-Vorstellungen in der Manege.

          Sensibler Charakter

          Krones Pferdehaltung ist aufwendig. Welcher Zirkus kann sich schon an die 40 Tiere leisten? Dazu kommen zwölf Tierpfleger, deren Aufgabe es ist, die schwarzen Nonius, die weißen Araber, die goldfarbenen Falben und die cremefarbenen Cremellos zu füttern, zu pflegen, anzuschirren, ins Zirkuszelt zu bringen – und manchmal auch in der Manege herumzuführen. An diesem Morgen manövriert ein halbes Dutzend Helfer die Nonius-Hengste am Zügel durch eine neue Choreografie. Erst wenn die Pferde vielfach eine solche Figur abgelaufen sind, können sie selbständig ihren Weg finden.

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