Zerstörte Synagoge : Die Tatsachen unter der Erde
Von Hans Riebsamen
Lesezeit: 4 Min.
Für den Psychoanalytiker Kurt Grünberg ist der Hochbunker an der Friedberger Landstraße ein Unort. Denn das zwischen 1942 und 1943 von Zwangsarbeitern errichtete Betonmonster diente in seinen Augen als Tatwerkzeug, um die Erinnerung an die orthodoxe Israelitische Religionsgesellschaft und ihr 1907 eröffnetes Gotteshaus auszulöschen, das in der Pogromnacht und in den darauf folgenden Tagen vier Mal von nationalsozialistischen Brandstiftern angezündet und danach auf Kosten der Gemeinde abgetragen wurde.
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