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Zeitschrift „Exil“ : Bühne der emigrierten Autoren

  • -Aktualisiert am

Ein Leben für die Literatur: Edita Koch, die Herausgeberin der Zeitschrift „Exil“ in ihrer Wohnung in Frankfurt Bild: Wonge Bergmann

Thomas Mann oder Anna Seghers sind die Ausnahmen. Für die meisten vor den Nazis geflüchteten Schriftsteller interessierte sich nach dem Krieg kaum jemand. Ihnen widmet sich Edita Koch mit der in Frankfurt publizierten Zeitschrift „Exil“.

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          Thomas Mann, 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, ist nach der Machtübernahme Hitlers aus Deutschland emigriert. Auch der spätere Bundeskanzler Willy Brandt verließ damals sein Heimatland in Richtung Norwegen. Anna Seghers wiederum, die in Mainz geborene Schriftstellerin, wurde kurzzeitig von der Gestapo verhaftet, konnte aber danach in die Schweiz entkommen. Tausende andere Gegner der Nationalsozialisten, deren Leben bedroht war, gingen ebenfalls ins Exil: in die Tschechoslowakei, nach Frankreich, England, in die Vereinigten Staaten oder in damals exotische Länder wie China oder Japan. Deutschland verlor einen Gutteil seiner geistigen Elite.

          Die Namen der meisten Emigranten sind völlig in Vergessenheit geraten. Vielmehr: Sie wären es, würde nicht eine Frankfurter Verlegerin die politischen Flüchtlinge aus Hitler-Deutschland seit 40 Jahren in ihrer Zeitschrift „Exil“ in Erinnerung rufen. Edita Koch gibt bis heute zweimal im Jahr eine neue Ausgabe dieser wissenschaftlichen Zeitschrift heraus, das Jubiläumsheft kommt gerade aus dem Druck und kann bei ihr bestellt werden.

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