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: Wo Hund und Mensch gemeinsam lernen: Die Frankfurter Rettungshundestaffel

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Ehe Polizeihund "Rex" die Fährte einer vermißten Person aufnehmen kann, muß er an einem Kleidungsstück schnuppern. "Alles falsch!" Petra Bamberg lacht herzlich und schüttelt den Kopf. Ein Hund könne nur ...

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          Ehe Polizeihund "Rex" die Fährte einer vermißten Person aufnehmen kann, muß er an einem Kleidungsstück schnuppern. "Alles falsch!" Petra Bamberg lacht herzlich und schüttelt den Kopf. Ein Hund könne nur zwischen Mensch und Nicht-Mensch unterscheiden und keinem spezifischen Duft nachgehen, sagt die Sprecherin der Frankfurter Rettungshundestaffel. Das sei auch die Schwierigkeit beim jüngsten Einsatz gewesen, an dem die Frankfurter beteiligt waren, erklärt Maik Späth. In Algier hatten die Rettungshunde im Mai nach den Opfern des schweren Erdbebens gesucht.

          "Es waren sehr viele Menschen auf den Trümmern, die mit Händen und Füßen versucht haben, Geröll abzutragen. Dadurch konnten unsere Suchhunde die Gerüche nicht differenzieren", sagt Späth. Die Arbeitsbedingungen seien schwierig gewesen: Die Algerier hätten dem Team, das aus sieben Einsatzkräften und vier Hunden bestand, mißtraut, denn für sie sei es unvorstellbar gewesen, daß die Tiere in der Lage sind, Verschüttete aufzuspüren, so Späth: "Erst nachdem wir eine Person lebendig gefunden haben, glaubten sie an unsere Methode und ließen uns in Ruhe weiterarbeiten." Laut Späth müsse jede "Anzeige", also jeder Fund, den ein Hund meldet, mit mindestens zwei weiteren Tieren überprüft werden. Erst danach dürfe ein Bagger angefordert werden. Die deutsche und die österreichische Rettungshundestaffel, die bei dem Einsatz zusammengearbeitet haben, konnten vier Lebende bergen, sieben Personen wurden nur noch tot gefunden. Solche spektakulären Auslandseinsätze der Hundestaffel sind eher selten. Bei der Suche nach Vermißten jedoch wird das Team häufiger eingesetzt. Meist sind es Kinder oder ältere Menschen, die von den Hunden aufgespürt werden.

          "Zora" und Christian Barthelmes zeigen auf dem Übungsgelände der Rettungshundestaffel in Eschborn, wie das Aufspüren von Verschütteten funktioniert. Nachdem Herrchen den Befehl gegeben hat, spurtet die Deutsch-Kurzhaar-Hundedame los - Barthelmes hat das Tier detachiert, so lautet der Fachbegriff dafür, ihr die Richtung anzuweisen. Bei dem Test auf dem Trümmerfeld soll sich herausstellen, ob "Zora" zur Abschlußprüfung zugelassen wird. Dafür muß sie in dreißig Minuten drei gut verborgene "Opfer" auf einem 1000 Quadratmeter großen Areal finden. Auch Barthelmes weiß nicht, wo sich die vermeintlichen Verschütteten befinden, er muß seinen Hund systematisch durch das Gelände dirigieren, "Zora" losschicken und wieder zurückholen. Unzählige Verstecke wie Steinhaufen, Röhren, Gräben und Büsche gibt es zu durchsuchen.

          Wenn "Zora" eine Person gefunden hat, muß sie das durch dauerhaftes Bellen anzeigen, erst dann gilt der "Verschüttete" als entdeckt. Schon nach einer Minute schallt es aus einem alten Gemäuer - die Hundedame war erfolgreich. Nach einer kurzen Pause, in der Barthelmes sie mit Wasser abkühlt, wird "Zora" mit dem Befehl "Such und Hilf!" wieder losgeschickt. Diesmal ist sie nicht ganz so schnell, Barthelmes wird nervös - die dritte Person findet "Zora" in der vorgegebenen Zeit nicht. "Zora" ist durchgefallen und darf vorläufig nicht zur offiziellen Prüfung antreten - da sind die Gutachter hart. Barthelmes habe die Hündin zeitweise zu schnell zurückgepfiffen, so hätte sie die Spuren nicht richtig "ausarbeiten" können. Barthelmes ist ein wenig enttäuscht, aber "der Hund und ich sind keine Maschinen", sagt er versöhnlich.

          Zur Zeit gibt es bei der Staffel 16 geprüfte, also einsatzfähige Tiere und 10 Hunde, die sich in der Ausbildung befinden. "Günstig ist es, wenn schon die Welpen zu uns kommen", erläutert Sprecherin Bamberg, denn die jungen Tiere könnten dann in erster Linie spielerisch lernen. Älter als drei Jahre alt sollten die Hunde bei Beginn des Trainings nicht sein.

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