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Wissenschaft im Dialog : „Die Cancel Culture ist wirklich ein Problem“

Hält nichts von Wortverboten: Elif Özmen verteidigt die freie Rede in ihren Seminaren. Bild: Marie-Luise Kolb

In Deutschland sei die Wissenschaft frei, sagt Elif Özmen. Trotzdem sieht sie Gefahren für den Diskurs, wie sie in der F.A.Z.-Veranstaltung „Wissenschaft im Dialog“ deutlich macht.

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          Im Academic Freedom Index, der die Freiheit der Wissenschaft anzeige, liege Deutschland auf Rang eins, sagt Elif Özmen. Dasmüsse einmal hervorgehoben werden, meint die Professorin für praktische Philosophie an der Uni Gießen. Im Gespräch der Reihe „Wissenschaft im Dialog“, die von der Polytechnischen Gesellschaft, der Historischen Villa Metzler gGmbH und der F.A.Z.-Vorteilswelt organisiert wird, lässt Özmen aber auch erkennen, dass es Tendenzen im Diskurs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gibt, die ihr Sorgen bereiten.

          Carlota Brandis
          Volontärin

          Oft wird behauptet, dass es an Hochschulen inzwischen Tabuthemen gebe, mit denen sich ein Forscher besser nicht befasse, und dass eine „Cancel Culture“ es immer schwieriger mache, umstrittene Personen zu Veranstaltungen einzuladen. Im Gespräch mit F.A.Z.-Redakteur Sascha Zoske macht Özmen zunächst einmal deutlich, dass sie selbst sich in ihrer Forschertätigkeit nicht behindert fühle: „Als Wissenschaftlerin unter Wissenschaftlern weiß ich mich frei.“ Für Özmen fehlt es zudem an nachprüfbaren Belegen dafür, dass bestimmte Forschungsvorhaben aus ideologischen Erwägungen und nicht aus Qualitätsgründen abgelehnt werden.

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